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Volkswagen Nutzfahrzeuge Sich für die Zeit nach Corona rüsten

| Redakteur: Dr. Holger Schweitzer

Die aktuell noch ruhende Produktion in den Werken von Volkswagen Nutzfahrzeuge soll möglichst bald wieder anlaufen. Vorstandschef Thomas Sedran gibt trotz Corona-Krise und eines Gewinnrückgangs im vergangenen Jahr einen optimistischen Ausblick.

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Thomas Sedran, Vorstandsvorsitzender von Volkswagen Nutzfahrzeuge, ist optmistisch, die Produktion bald wieder anlaufen lassen zu können.
Thomas Sedran, Vorstandsvorsitzender von Volkswagen Nutzfahrzeuge, ist optmistisch, die Produktion bald wieder anlaufen lassen zu können.
(Bild: Volkswagen Nutzfahrzeuge)

Noch stehen die Bänder in den VW-Werken still, und ein Ende der Corona-Pandemie ist nicht abzusehen. Dennoch gibt sich die Führung von Volkswagen Nutzfahrzeuge optimistisch. In einem Brief an Journalisten zeigte sich Vorstandschef Thomas Sedran am Donnerstag hoffnungsvoll, dass die Produktion bald wieder aufgenommen werden kann. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, Produktion und Auslieferungen an unsere Kunden schnell wieder hochzufahren, sobald die äußeren Umstände das wieder zulassen“, erklärte Sedran.

Nichtsdestotrotz gab das Unternehmen bekannt, den für zwei Wochen angesetzten Produktionsstopps um vier Tage bis zum 9. April zu verlängern. Die Entscheidung wurde mit einer weiterhin sinkenden Nachfrage sowie mit Risiken in der Lieferkette begründet. Außerdem wolle man die Ansteckungsgefahr für die Mitarbeiter verringern, hieß es.

In seiner Stellungnahme erklärte Sedran, dass trotz der aktuellen Kurzarbeit „einige Kolleginnen und Kollegen noch in den Werken sind, um Maschinen zu warten und die Produktion für den späteren Wiederanlauf vorzubereiten“. Trotz des vorsichtigen Optimismus geht der Vorstandschef davon aus, dass die Auswirkungen der Corona-Krise noch lange zu spüren sein werden.

Neue Modelle und WLTP sorgten für Gewinnrückgang

Der Produktionsstopp trifft Volkswagen Nutzfahrzeuge zu einer wahrhaft ungünstigen Zeit. Bereits 2019 brachen die Gewinne des laufenden Geschäfts von 780 auf 510 Millionen Euro ein. Zusätzliche Investitionen waren erforderlich, beispielsweise für die Produktion des neuen Caddy. Rund 1,8 Milliarden Euro flossen nach Unternehmensangaben in den Ausbau der Modellpalette.

Dennoch sank laut Sedran der Umsatz im vergangenen Jahr nur leicht von 11,9 auf 11,5 Milliarden Euro. Die Rendite ging um gut 2 Prozent auf 4,4 Prozent zurück. Unter erschwerten Rahmenbedingungen, zu denen Sedran auch die Umstellung auf die neue WLTP-Norm zählt, seien diese Ergebnisse „respektabel“, so der Vorstandschef.

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