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Identica So bleiben Mitarbeiter

Redakteur: Dr. Holger Schweitzer

Fachkräftemangel bedeutet nicht nur Nachwuchssorgen. Wie Betriebe ihre Mitarbeiter motivieren und an sich binden können, erklärt das Werkstattsystem Identica.

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Eine Identica-gebrandete Prepaid-Mastercard ist eine Möglichkeit, wie Betriebe ihren Mitarbeitern finanzielle Anreize bieten können.
Eine Identica-gebrandete Prepaid-Mastercard ist eine Möglichkeit, wie Betriebe ihren Mitarbeitern finanzielle Anreize bieten können.
(Bild: Identica)

Der K&L-Branche fehlen Fachkräfte. Hat man geeigneten Nachwuchs gefunden, gilt es, diesen und bestehende Mitarbeiter gleichermaßen im Betrieb zu halten. Deshalb unterstützt das Werkstattnetz Identica seine Partnerbetriebe dabei, ein attraktives Arbeitsumfeld zu schaffen und Mitarbeiter zu motivieren.

Das Werkstattnetz bietet nach eigenen Angaben hierfür ein Paket an entgeltoptimierten Maßnahmen sowie betrieblichen Sozialleistungen an. Hierzu gehört beispielsweise eine betriebliche Krankenversicherung.

Zusätzliche Krankenversicherung

Dass es sich lohnen kann, solche Maßnahmen umzusetzen, zeigt das Beispiel des K&L-Betriebsinhabers Erik Ruschke. Gemeinsam mit Identica hat er beispielsweise eine betriebliche private Krankenzusatzversicherung eingeführt. Wie Ruschke erklärt, erhält dabei der einzelne Mitarbeiter arbeitgeberfinanziert umfangreiche Leistungen. Identica-Systemberaterin Juliane Randhahn ergänzt: „Diese Leistungen kosten über eine betriebliche Krankenversicherung im Vergleich zu einer identischen privaten Absicherung weniger.“

Die angebotene betriebliche Krankenversicherung sei eine Zusatzversicherung, die zahlreiche Privatleistungen – von Vorsorgeuntersuchungen über Zahnersatz und Brillenzuschuss bis hin zur freien (Chef-)Arzt- und Krankenhauswahl – übernimmt, so Randhahn. Dabei kann laut der Systemberaterin der Unternehmer die Beitragszahlung als Betriebsausgabe von der Steuer absetzen.

Da die Mitarbeiter über den Betrieb abgesichert sind, sei zudem keine individuelle Gesundheitsprüfung erforderlich. Vielmehr seien die Mitarbeiter in der Gruppe auch mit allen Vorerkrankungen versichert. Wie Randhahn erklärt, könnten auch Ehepartner, Lebenspartner oder Kinder von dem Versicherungsschutz profitieren. In diesen Fällen sei jedoch eine individuelle Gesundheitsprüfung erforderlich.

Eine weitere Möglichkeit, die Leistungen von Mitarbeitern zu würdigen, sind sogenannte Entgeltoptimierungsbausteine: Diese können unter anderem Restaurantchecks oder Kita-Zuschüsse sein. Ruschke hat sich beispielsweise für einen Warengutschein in Form einer Prepaid-Mastercard entschieden. Das Prinzip dahinter: Der Arbeitgeber kann die Karte monatlich mit einem festen Betrag aufladen. „Meine Mitarbeiter haben alle diese Mastercard bekommen, auf der der Firmenname, der Mitarbeitername sowie das Identica-Logo abgedruckt sind. Das erhöht die Identifikation mit unserem Unternehmen“, erläutert Erik Ruschke.

Leistungen, die sich rechnen

Wie sich diese Form der Mitarbeiterbindung rechnen kann, verdeutlicht Systemberaterin Juliane Randhahn an einem Beispiel: „Erhöht ein Arbeitgeber den Bruttolohn eines Mitarbeiters um 100 Euro, kostet ihn das mit Lohnnebenkosten 123 Euro. Dem Mitarbeiter blieben nach Steuerabzug aber nur 53 Euro. Entscheidet sich hingegen ein Identica-Betriebsinhaber für ein Paket mit betrieblicher Krankenversicherung und einer entgeltoptimierten Erhöhung des Gehalts um die Mastercard, kostet ihn das 114 Euro.“ Der Mitarbeiter erhalte als Gegenwert circa 20 Euro Netto-Plus und dazu eine private Krankenzusatzversicherung komplett ohne eigenen Beitragsaufwand, die den Wert der Differenz von 33 Euro weit übersteigt, ergänzt die Systemberaterin.

Für Erik Ruschke geht die Rechnung auf. „Ich selbst habe geringere Lohnnebenkosten und meine Mitarbeiter eine Top-Krankenvorsorge und -versorgung“, erklärt der Betriebsinhaber. Die Maßnahmen bedeuten für ihn eine klare Imageaufwertung und eine bessere Positionierung gegenüber größeren Unternehmen, die häufig mit höheren Löhnen locken. Viele seiner Mitarbeiter hätten bereits geäußert, dass sie die private Krankenzusatzversicherung mit in die Rente nehmen wollen, so Ruschke.

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