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3M Trainings für Azubis und Meisterschüler

| Redakteur: Dr. Holger Schweitzer

Kompetentes Fachpersonal und verbesserte Reparaturprozesse: 3M schult junge K&L-Mitarbeiter und setzt dabei auf ein eigens vom Unternehmen entwickeltes Konzept – das WOK.

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Wenn es darum geht, Reparaturprozesse in K&L-Betrieben zu verbessern, kann das von 3M entwickelte Werkstatt-Optimierungs-Konzept (WOK) helfen.
Wenn es darum geht, Reparaturprozesse in K&L-Betrieben zu verbessern, kann das von 3M entwickelte Werkstatt-Optimierungs-Konzept (WOK) helfen.
(Bild: 3M )

Das Ziel ist, junge Mitarbeiter für den Beruf des Fahrzeuglackierers zu begeistern und sie ideal auf den Berufsalltag vorzubereiten. Kern der Schulungen, die im Trainings- und Anwendungszentrum (TAZ) von 3M in Neuss stattfinden, ist das sogenannte Werkstatt-Optimierungs-Konzepts (WOK) des Unternehmens. Es will Kfz-Lackierbetriebe dabei unterstützen, ihre Mitarbeiter optimal einzusetzen und deren Arbeitsplatz so zu gestalten, dass sie effizient, sicher und zufrieden tätig sein können. Mit dem WOK richtet sich 3M auch an Berufsschullehrer, damit diese zusätzliches Know-how an ihre Schüler weitergeben können.

Zu den WOK-Schulungsinhalten gehören beispielsweise Anleitungen und Hinweise, wie Werkstätten wirtschaftlich geführt werden können und wie sich nicht verrechenbare Kosten vermeiden lassen. Ein Schwerpunkt liegt darauf, wie eigene Arbeitsprozesse und die von anderen Mitarbeitern so gestaltet werden können, dass sie reibungslos ablaufen. Zudem geht es beim WOK darum, den Teilnehmern zeit- und fachgerechte Reparaturprozesse für mehr Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und höhere Qualität nahezubringen. In das Konzept haben die 3M-Experten alle Aspekte der Arbeit in einer Lackiererei einbezogen – vom Schliff über das Finish bis hin zur Schutzausrüstung. Besonderes Augenmerk wird auch auf den Gesundheitsschutz gelegt, da sich dadurch Ausfallzeiten von Mitarbeitern reduzieren lassen.

Immer auf den neuesten Stand der Technik

In kleinen Schritten und mit geringen finanziellen Investitionen vieles erreichen – darin liegen für Uwe Mühlhäuser, Fachlehrer an der Schule für Farbe und Gestaltung in Stuttgart, die Stärken des 3M-Konzepts. Er fürchtet, dass sich nach einigen Jahren in der Werkstatt eine gewisse Betriebsblindheit einstellt. Mit den Schulungen in Neuss könne man jedoch den Schülern neue und effiziente Wege aufzeigen, so Mühlhäuser. Zudem wisse er aus eigener Erfahrung, dass seine Meisterschüler durch den direkten Austausch mit Lackherstellern und Zubehörlieferanten immer auf dem neuesten Stand der Technik seien und wichtige Kontakte knüpfen könnten.

Ein Aspekt, der auch für Paul Kehle, Präsident der Bundesfachgruppe Fahrzeuglackierer (BFL), wertvoll ist. Für ihn ist ferner von Bedeutung, dass bei den Trainings fundierte und praxisnahe Inhalte präsentiert werden. „Und wenn die Aktivitäten von 3M dabei helfen, unseren Beruf positiv nach außen darzustellen, ist das auch ein wichtiger Baustein zur Minderung des Fachkräftemangels“, ergänzt Kehle.

Mehr Erfolg bei der Suche nach Fachkräften

Nicht zuletzt sieht man bei 3M die Chance, durch die Weiterbildungsmöglichkeit junge Mitarbeiter an die jeweiligen Betriebe zu binden. Dennoch solle man das WOK nicht als Allheilmittel gegen den Fachkräftemangel sehen, sagt Bernd Fischer, Vertriebsleiter des 3M-Geschäftsbereichs Autoreparatursysteme: „Die demografische Entwicklung und der Trend zur akademischen Laufbahn erschweren die Nachwuchssuche. Optimierte Reparaturprozesse und eine zeitgerechte Betriebsausstattung können die Attraktivität natürlich steigern“, erklärt Fischer.

Einen möglichen Grund für den Nachwuchsmangel in den Werkstätten sieht man bei 3M in einer schwachen Medienpräsenz der Betriebe. Bernd Fischer: „Soziale Medien wie Facebook und Instagram sind sicher hilfreich. Parallel müssen Fachbetriebe aber auch Ausbildungsmessen besuchen und an allgemeinbildende Schulen gehen, um den direkten Kontakt zu den Berufsanfängern zu suchen.“

Laut dem Vertriebsleiter bedroht die sinkende Zahl an Azubis nicht nur die Existenz der Lackierbetriebe, sondern wirkt sich auch auf die Umsatzzahlen der Werkstattausrüster aus. Deshalb unterstütze beispielsweise 3M die Betriebe aktiv bei der Nachwuchssuche durch gezieltes Onlinemarketing und durch gemeinsame Präsentationen auf Berufsinformationsveranstaltungen.

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