Frauen in der Kfz-Branche Voreingenommen ist vor allem die Kundschaft

Von Jakob Schreiner und Doris Pfaff

Auch wenn sich die Mehrheit der Kfz-Betriebe Mitarbeiterinnen gegenüber offen zeigt, haben die Frauen mit einigen Vorbehalten zu kämpfen. Das ergab eine exklusive Umfrage von »kfz-betrieb«. Darin zeigt sich auch, dass Frauen im Kfz-Gewerbe keine Seltenheit, aber eine Minderheit sind und sich daran so schnell auch nichts ändern wird.

Weibliche Auszubildende – insbesondere in der Werkstatt – sind leider immer noch die Ausnahme in der Kfz-Branche.
Weibliche Auszubildende – insbesondere in der Werkstatt – sind leider immer noch die Ausnahme in der Kfz-Branche.
(Bild: Schreiner – »kfz-betrieb«)

Frauen haben insbesondere gegenüber Kunden mit erheblichen Vorbehalten zu kämpfen, was ihre Glaubwürdigkeit angeht. Das sagen zumindest mehr als 40 Prozent der befragten Kfz-Unternehmen. Sie glauben, dass ihre Kunden den Aussagen der männlichen Mitarbeiter mehr vertrauten als denen der Mitarbeiterinnen. Das ist das Ergebnis einer exklusiven Befragung von »kfz-betrieb«, die im Juli 2022 unter jeweils 100 Markenbetrieben und 100 freien Werkstätten durchgeführt wurde.

Sich selbst halten die Betriebe – unabhängig davon, ob sie markengebunden oder frei sind – dagegen für deutlich offener. So äußerten nur wenige der Befragten Vorurteile oder gar Ablehnungen gegenüber Frauen in ihren Betrieben. Im Gegenteil: Fast 80 Prozent glauben, die Mitarbeit von Frauen beeinflusse das Betriebsklima positiv.