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Forum Fahrzeugbau Zukunft Last Mile: Herausforderung für Aufbauhersteller

| Autor: Dr. Holger Schweitzer

Mit WLTP und der letzten Meile standen zwei brennende Themen für die Aufbaubranche auf dem Programm des diesjährigen Forums Fahrzeugbau. Neben informativen Fachvorträgen und Podiumsdiskussionen gab es auch eine Fachausstellung mit ausreichend Gelegenheit, sich zu informieren und zu Netzwerken.

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(Bild: Bausewein)

WLTP-Zertifizierung und Konzepte für die sogenannte „letzte Meile“ standen im Mittelpunkt des diesjährigen Forums Fahrzeugbau, das »Fahrzeug und Karosserie« in Kooperation mit dem Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZKF) und mit Unterstützung der Dekra Ende Oktober zum zweiten Mal im Vogel Convention Center in Würzburg durchführte. Eine erste Berichterstattung zu dem Themenblock WLTP gab es bereits in der Ausgabe 11/2019 »Fahrzeug und Karosserie«.

Bei dem Themenschwerpunkt Last-Mile-Konzepten erläuterten verschiedene Referenten, welche Veränderungen auf den innerstädtischen Lieferverkehr künftig zukommen werden und welche Auswirkungen dies für Aufbauhersteller haben könnte. Dabei wurde deutlich wie groß die Bandbreite der Veränderungen ist: von automatisierten Droiden über standardisierte Kleintransporter bis hin zu verschiedensten alternativen Antriebsformen und Logistikkonzepten.

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So beschrieb beispielsweise Jochen Seifert, Geschäftsführer EDAG Engineering GmbH, den grundlegenden Wandel, der der Nutzfahrzeugbranche aktuell bevorsteht. Dem Nutzfahrzeugspezialisten zufolge seien hierfür gesellschaftliche, wie auch politische Treiber verantwortlich. Allein das sich wandelnde Kaufverhalten mit zunehmenden Online-Anteilen trage zu einem veränderten Logistikprozess bei, der sich wiederum auf die benötigten Fahrzeuge auswirke.

Ähnlich sah es auch Michael Hog, Group Vice President Vehicle der FEV Group GmbH. Er zeigte auf, wie das von FEV entwickelte Kleinstfahrzeug unter der Bezeichnung Sven, auf den Wandel des innerstädtischen Transport zugeschnitten ist. Neben Aspekten von Shared Mobility, eigne sich laut dem Experten solch ein Kleinstfahrzeug mit 2,50m Länge auch gut für den innerstädtischen Lieferverkehr für das Ausliefern kleinerer Einheiten.

Dass sich das Thema der letzten Meile und alternative Antriebe nicht ausschließlich auf den innerstädtischen Bereich beschränkt, wurde in dem Vortrag von Dr. Achim Reußwig, Projektleiter Elisa, dem Oberleitungs-Hybrid-Lkw-Feldversuch, der aktuell auf einer Teststrecke auf der A5 durchgeführt würde. Wie Reußwig erklärte gehe es in dem Projekt zwar vorrangig darum, die Praxistauglichkeit solch eines Systems zu erproben. Jedoch müssten künftige Langstreckentransporte so ausgelegt sein, dass sie sich sinnvoll über sogenannte Hubs, also Verteilerzentren im Umfeld der Städte, an die Konzepte der letzten Meile anbinden lassen.

Welche Konsequenzen sich aus dem aktuellen Wandel der Nutzfahrzeugbranche für Aufbauhersteller und Hersteller von Sonderfahrzeugen ergeben diskutierten die Experten in einer Podiumsdiskussionsrunde gemeinsam mit Claus Evels, Vizepräsident ZKF und Geschäftsführer Evels Karosserie-Fahrzeugbau GmbH. Zu welchen Ergebnissen die Experten in der Gesprächsrunde kamen, erfahren Sie in der ersten Ausgabe des neuen Jahres der »Fahrzeug und Karosserie« im Februar 2020.

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Über den Autor

Dr. Holger Schweitzer

Dr. Holger Schweitzer

Redakteur, Ressort Technik, Vogel Communications Group GmbH & Co. KG