Alternative Antriebe Absatz von E-Lkw und -Bussen verdoppelt sich

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Immer wieder China – nach den E-Autos gibt das Land auch auf dem Feld der elektrischen Nutzfahrzeuge Gas. Der E-Lkw-Markt wächst dort stark, in Europa geht es vor allem mit E-Bussen voran.

Der Absatz von Elektro-Lkw wie dem E-Actros von Daimler Truck sowie von E-Bussen wächst global deutlich.(Bild:  Myriam Mersy Photography)
Der Absatz von Elektro-Lkw wie dem E-Actros von Daimler Truck sowie von E-Bussen wächst global deutlich.
(Bild: Myriam Mersy Photography)

Die weltweiten Verkäufe von Elektro-Lkw und -Bussen haben sich 2025 nahezu verdoppelt. Mit rund einer halben Million verkaufter Fahrzeuge legte der Absatz im Vergleich zum Vorjahr um 86 Prozent zu, wie eine Untersuchung des International Council on Clean Transportation (ICCT) ergab, die der Deutschen Presse-Agentur vorab vorlag. Treiber des Wachstums waren demnach insbesondere die Verkäufe von E-Lkw in China.

China vereinte der Studie zufolge knapp 90 Prozent der weltweiten Verkäufe auf sich. Im Segment der mittelschweren und schweren Lkw hätten sich die Verkäufe innerhalb von zwei Jahren mehr als verfünffacht. Fast 30 Prozent der in China verkauften schweren Lastwagen seien 2025 vollelektrisch gewesen. Sinkende Batteriekosten und staatliche Fördermaßnahmen hätten diese Entwicklung begünstigt.

Auch in anderen wichtigen Märkten zog die Nachfrage laut ICCT an. Die Europäische Union, Indien, Brasilien und Großbritannien verzeichneten zweistellige Zuwachsraten, die in erster Linie auf den Ausbau elektrisch angetriebener Busflotten zurückzuführen waren.

Elektrobusse machten weltweit 17 Prozent aller Busverkäufe aus, wie die Untersuchung ergab. Außerhalb Chinas und der USA entfielen den Angaben zufolge mehr als die Hälfte der Verkäufe emissionsfreier mittelschwerer und schwerer Nutzfahrzeuge auf E-Busse. Die EU lag dabei mit rund 9.800 verkauften Fahrzeugen vor Indien mit etwa 5.000.

Daimler-Truck-Chefin sieht Hemmnisse

Die Chefin von Daimler Truck, Karin Radström, sieht die E-Mobilität bei Lkw weiter vor Problemen. „Das größte Problem bleibt die Infrastruktur und das Laden“, sagte Radström der Deutschen Presse-Agentur. Selbst diejenigen, die auf E-Mobilität umstellen wollten, seien sich nicht sicher, ob sie ihr Fahrzeug dann künftig entlang der Strecke laden können, berichtete die Chefin des Dax-Konzerns aus Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart.

Eine weitere Herausforderung sei es, Kostenparität zu erreichen, um den E-Lkw wettbewerbsfähig im Vergleich zum Verbrenner zu machen. Das hänge an den Strom- und Dieselpreisen. „Diesel ist vergleichsweise keine teure Energiequelle“, erklärte Radström. Ihre Kunden führten ihre Geschäfte mit sehr geringen Gewinnspannen. „Sie können sich keine teuren Experimente leisten“, sagte die in Schweden geborene Managerin. In den meisten Fällen mache für die Kunden noch immer der Diesel Sinn.

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