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ZKF Berufsverband informiert zu Kurzarbeitergeld

| Redakteur: Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Betriebe können für die Arbeitnehmer in Deutschland in der Corona-Virus-Krise öffentlich finanziertes Kurzarbeitergeld beantragen, meldet der Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZKF).

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(Bild: ZKF)

Die Kurzarbeit ist ein Instrument, um konjunkturbedingte operative Belastungen abzufedern. Arbeitnehmer sollen damit vor Arbeitslosigkeit geschützt werden. Der Bundestag beschloss am Freitag das erleichterte Kurzarbeitergeld.

Wichtig: Betriebe müssen Kurzarbeit vorher bei der Arbeitsagentur anzeigen. Diese prüft dann, ob die Voraussetzungen für die Leistung erfüllt sind. Kurzarbeit können Sie auch über einen Vordruck anzeigen. Den unterzeichneten Vordruck reichen Sie dann bei Ihrer Agentur für Arbeit ein. Die nächstgelegene Arbeitsagentur können Sie über die Dienststellensuche finden.

Kurzarbeitergeld kann auch online beantragt werden. Weitergehende Informationen der Bundesregierung sowie der Arbeitsagentur finden Sie unter www.zkf.de. Aber auch die Hotline der Bundesanstalt für Arbeit unter der Telefonnummer: 0800 45555 20 ist für Fragen erreichbar.

Das "Gesetz zur befristeten krisenbedingten Verbesserung der Regelungen für das Kurzarbeitergeld" sieht folgende Maßnahmen vor:

  • Wenn auf Grund schwieriger wirtschaftlicher Entwicklungen Aufträge ausbleiben, kann ein Betrieb Kurzarbeit anmelden, wenn mindestens 10 Prozent der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sein könnten. Diese Schwelle liegt bisher bei 30 Prozent.
  • Auf den Aufbau negativer Arbeitszeitsalden vor Zahlung des Kurzarbeitergeldes soll vollständig oder teilweise verzichtet werden können. Das geltende Recht verlangt, dass in Betrieben, in denen Vereinbarungen zu Arbeitszeitschwankungen genutzt werden, diese auch zur Vermeidung von Kurzarbeit eingesetzt und ins Minus gefahren werden.
  • Auch Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer können künftig Kurzarbeitergeld beziehen.
  • Sozialversicherungsbeiträge, die Arbeitgeber normalerweise für ihre Beschäftigten zahlen müssen, soll die Bundesagentur für Arbeit vollständig erstatten. Damit soll ein Anreiz geschaffen werden, Zeiten der Kurzarbeit stärker für die Weiterbildung der Beschäftigten zu nutzen.

Die Bundesanstalt für Arbeit übernimmt 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns, wenn ein Unternehmen Mitarbeiter in Kurzarbeit schickt. Bei Arbeitnehmern mit Kind sind es 67 Prozent. Weitere Informationen erhalten Sie auch im Merkblatt der Bundesanstalt für Arbeit hier.

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