Eurogarant Auto Service AG Erweiterter Vorstand

Redakteur: Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

10 Jahre Deutschlandtour – die Jubiläumsveranstaltung startete mit einer Personalie: Der Aufsichtsrat der Eurogarant AG hat Guido Kalter zum 1.Januar 2018 in den Vorstand des Unternehmens berufen.

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Guido Kalter wurde zum 1. Januar 2018 in den Eurogarant-Vorstand berufen.
Guido Kalter wurde zum 1. Januar 2018 in den Eurogarant-Vorstand berufen.
(Bild: Wenz)

Die Deutschlandtour der Eurogarant Auto Service AG findet in diesem Jahr zum zehnten Mal statt. Zum Start der heutigen Veranstaltung in Seligenstadt verkündete der Vorstandsvorsitzende Thorsten Fiedler dass der Aufsichtsrat des Unternehmens, Guido Kalter ab Januar 2018 in den Vorstand berufen hat.

Kalter wird sich um die Themen Schadenmanagement, Vertrieb, Kooperationen, Sachverständige, Datenschutz und internationales Geschäft kümmern. Thorsten Fiedler wird sich künftig mehr um Controlling, Finanzen und Personal kümmern. Somit setzt sich der Eurogarant-Vorstand ab Januar aus Thorsten Fiedler (Vorsitz), Peter Börner und Guido Kalter zusammen.

Börner nutzte die Jubiläumsveranstaltung um den Anwesenden einen kurzen Abriss über die Entwicklung der Eurogarant Auto Service AG zu geben. Demnach hat die AG steuert die AG 3.800 Leasingfahrzeuge im Bestand und hat die Bilanzsumme auf etwa 16,87 Millionen Euro erhöht. Zudem schleust das Unternehmen im Jahr etwa 1.000 Personen durch die Eurogarant Akademie.

In diesem Zusammenhang stellte Peter Börner einige neue Kursangebote der Akademie vor, die Neuerungen des Gesetzgebers berücksichtigen. Hierzu gehört beispielsweise der Datenschutz im Unternehmen, der richtige Umgang mit dem Abfallwirtschaftsgesetz, der Brandschutzbeauftragte usw.

Hohe Schadenquote

Darüber hinaus berichtete Börner, dass Autohäuser aufgrund der derzeitigen Dieselsituation bei Leasingrückläufern sehr viel genauer hinschauen, und ihren Kunden schnell eine unsachgemäße Reparatur vorwerfen, wenn festgestellt wird, dass das Fahrzeug während der Leasingzeit eine Unfallreparatur erfahren hat. Börner gab einige Tipps, wie die Betriebe mit solchen Vorwürfen umgehen können. Dabei stellte sich heraus, dass die Betriebe rein rechtlich betrachtet auf der eher sicheren Seite stehen. Er stellte ein von Rechtsanwalt Joachim Otting entworfenes Musterschreiben vor, mit dem Betriebe auf entsprechende Vorwürfe reagieren können. Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der kommenden Ausgabe des »Kfz-Schadenmanager«.

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Thorsten Fiedler berichtete, dass die Schadenquote der Eurogarant-Leasingfahrzeuge derzeit bei 107 Prozent liege. Dies habe dazu geführt, dass die Versicherungsprämien für die Fahrzeuge erhöht wurden. Fiedler appellierte an die Teilnehmer der Veranstaltung, ihre Kunden zu sensibilisieren, damit die Schadenquote künftig eventuell etwas positiver wird.

Börner erwähnte lobend die letzte Fachtagung für Freie Werkstätten der Fachzeitschrift »kfz-betrieb«, die die Neuerungen bei den Amtlichen Prüfungen behandelte. Er erklärte den Betrieben was in Punkto Scheinwerfereinstellplatz auf sie zukommen wird und legte den Teilnehmern an Herz, sich schnellstmöglich um dieses Thema zu kümmern (»Fahrzeug+Karosserie« berichtete in der Ausgabe 9/2017 und Online). „Für unsere qualifizierten Fachbetriebe sind solche Vorgaben eine weitere Möglichkeit, sich von den vielen weniger qualifizierten Betrieben zu differenzieren“, erklärte der Eurogarant-Vorstand.

Darüber hinaus stellte er einmal mehr die Vorzüge des Euro-Dft vor. Das von ZKF und ZDK mitentwickelte Diagnosesystem kommuniziert direkt mit den Servern der Fahrzeughersteller. Somit hat jeder Anwender dieses Systems die gleichen Möglichkeiten wie der markengebundene Betrieb des jeweiligen Fahrzeugherstellers. „Wir werden künftig auf den Zugriff auf die Herstellerserver nicht mehr verzichten können“, erklärte Börner. Der Eurogarant-Vorstand berichtete, dass den ZKF-Mitgliedsbetrieben bis zum Jahresende Sonderkonditionen eingeräumt werden, wenn sie den Euro-Dft über die Eurogarant AG beziehen. In diesem Zusammenhang legte Börner den Anwesenden auch die Arbeit mit Repair Pedia nahe. Die Onlineplattform für Reparaturdaten und -tipps stellt den Werkstätten zahlreiche Dokumente und Reparaturhinweise zur Verfügung.

Thorsten Fiedler berichtete zur Arbeit der „Dienstleistung für Betriebe – DfB“. Dieses Angebot richtet sich an Betriebe, die in der Unfallreparatur tätig sind. DfB kauft die Rechnungen der Betriebe nach Prüfung der Kostenvoranschläge an und kümmert sich darum, dass die Rechnungen zu 100 Prozent bezahlt werden. Selbst kleine Beträge, beispielsweise 6,80 Euro, werden eingeklagt, wenn die Versicherungen ihrer Zahlungsverpflichtung nicht nachkommen wollen. Diese Dienstleistung kostet den Betrieb pauschal 77 Euro pro Fall. Angesichts des eingesparten administrativen Aufwands sei diese Pauschale fast zu vernachlässigen, führte Fiedler aus. Dazu komme, dass die Kostenvoranschläge auch in Hinsicht auf Vollständigkeit geprüft würden. Börner berichtete, dass nahezu jeder bei DfB eingereichte Kostenvoranschlag Fehler beinhalten würde – und zwar in der Richtung das notwendige Reparaturpositionen nicht kalkuliert wurden.

Die kompletten Inhalte der Deutschlandtour werden den Eurogarant-Betrieben nach dem Ende der Tour zur Verfügung gestellt.

Weitere Termine der Deutschlandtour 2017:

8. November Korntal-Münchingen

9. November Schermbeck

13. November Wiedemar

14. November Wensickendorf

15. November Soderstorf

16. November Langenfeld

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