Im Gespräch: Renault-Conversion-Chef Nicholas Michon „Für Umbauer sehen wir keine Einschränkungen“

Von sp-x 2 min Lesedauer

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Software-definierte-Fahrzeuge, 800-Volt-Technik – der Transporter wird anders. Ob das Folgen für die Umrüstung hat, wollten wir vom zuständigen Renault-Manager wissen.

Renault-Conversion-Chef Nicholas Michon: „Für Umbauer sehen wir keine Einschränkungen“.(Bild:  Renault)
Renault-Conversion-Chef Nicholas Michon: „Für Umbauer sehen wir keine Einschränkungen“.
(Bild: Renault)

Mit dem Kauf eines Transporters für einen Betrieb ist es nicht getan. Er muss auch auf die Bedürfnisse des eigenen Unternehmens angepasst werden. Über die Möglichkeiten dazu haben wir mit Renaults Conversion-Chef Nicholas Michon gesprochen.

Herr Michon, welche Bedeutung hat das Geschäft mit Auf- und Umbauten für Renault?

Es steht im Zentrum unseres Nutzfahrzeuggeschäfts. Beim Master werden mehr als 75 Prozent der Fahrzeuge in irgendeiner Form umgebaut, rund die Hälfte davon erhält umfangreichere Umbauten. Beim Trafic liegt der Anteil ebenfalls bei ungefähr 50 Prozent. Über unsere gesamte Nutzfahrzeugpalette hinweg kann man sagen: Etwa jedes zweite Fahrzeug wird umgebaut. Deshalb verfolgen wir zwei Wege: Einerseits bieten wir selbst standardisierte Lösungen an, andererseits arbeiten wir sehr eng mit einem Netzwerk von mehr als 300 zertifizierten Umbauunternehmen zusammen.

Wie wird sich das Geschäft künftig entwickeln?

Die Kunden erwarten immer stärker individuelle Lösungen und werden in dieser Hinsicht anspruchsvoller. Gleichzeitig eröffnen neue Fahrzeuge und Technologien zusätzliche Möglichkeiten. Beim neuen Trafic können beispielsweise Anwendungen wie Kühlaufbauten direkt auf die elektrische Energie des Fahrzeugs zugreifen. Mit der Software-defined-Vehicle-Architektur kommt eine weitere Ebene hinzu: Der Umbau kann mit dem Fahrzeug kommunizieren und interagieren.

Was bedeutet das konkret? Wie haben Sie den neuen Trafic auf die Anforderungen der Umbauer vorbereitet?

Wir haben die Plattform so ausgelegt, dass Anschlüsse und Schnittstellen für die Umbauer vorhanden sind. Das gilt insbesondere für das Fahrgestell. Neu sind vor allem die Möglichkeiten durch die Software. Es geht nicht nur darum, beispielsweise die Temperatur eines Kühlaufbaus auf dem zentralen Bildschirm anzuzeigen. Fahrzeug und Aufbau können miteinander interagieren. Sinkt etwa der Batteriestand unter 30 Prozent, könnte eine Anwendung automatisch einen sparsameren Betriebsmodus aktivieren. Bei einem Werkstattfahrzeug wäre beispielsweise auch eine Sicherheitsroutine denkbar, die dafür sorgt, dass bestimmte Aufbauten oder Ausrüstungen vor der Fahrt eingefahren werden.

Können die Umbauunternehmen solche Anwendungen selbst entwickeln?

Wir werden zunächst generische Anwendungen anbieten, beispielsweise mit vordefinierten Schaltflächen auf dem Bildschirm. Die Umbauer können aber auch eigene Anwendungen und Routinen definieren und Informationen beispielsweise an die eigene Cloud oder das Unternehmen übertragen. Dabei unterstützen wir sie. Außerdem gibt es eine spezielle Hotline zu unseren Conversion-Ingenieuren. Wenn ein Umbauer etwas realisieren möchte und nicht weiß, wie es technisch möglich ist, bekommt er dort Unterstützung.

Wo liegen für Umbauer noch technische Einschränkungen durch den Elektroantrieb?

Für die Umbauspezialisten selbst sehen wir durch den Elektroantrieb eigentlich keine wirklichen Einschränkungen. Der neue Trafic bietet weiterhin fast sechs Kubikmeter Ladevolumen, und auch auf dem Fahrgestell können wir die gleichen Arten von Umbauten anbieten.

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