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Nußbaum Hebetechnik-Spezialist Otto Nußbaum ist insolvent

| Autor: Jakob Schreiner

Bereits 2019 kämpfte die Otto Nußbaum GmbH mit einem Nachfrageeinbruch. Die unklare wirtschaftliche Situation aufgrund der Corona-Pandemie machte in Verbindung mit hohen Tilgungslasten schließlich den Schritt in die Insolvenz nötig.

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(Foto: Nussbaum)

Die Otto Nußbaum GmbH & Co. KG ist in finanzielle Schieflage geraten. Der Hebebühnenbauer hat beim Amtsgericht Offenburg einen Insolvenzantrag gestellt, wie der vorläufige Insolvenzverwalter Dirk Pehl von der Kanzlei Schultze & Braun am Donnerstag mitteilte. Grund für die Probleme seien hohe Tilgungslasten, rückläufige Aufträge sowie die Auswirkungen der Corona-Krise, heißt es weiter.

Uneingeschränkt weiterarbeiten kann dagegen die Nussbaum World Lifts GmbH, die ebenfalls in Kehl ihren Hauptsitz hat. Sie ist nicht von dem Insolvenzantrag betroffen – genauso wie die Nussbaum Parking GmbH, die Nussbaum Automotive Solutions LP und die Nussbaum Technologies GmbH.

Welchen Weg man nun bei der Sanierung der Otto Nußbaum GmbH einschlagen werde – über einen Insolvenzplan oder eine Übernahme – stehe aktuell noch nicht fest. Der zuständige Insolvenzverwalter Pehl zieht laut der Mitteilung „beide Möglichkeiten unvoreingenommen in Betracht“. Unabhängig davon hänge der Erfolg der Maßnahme davon ab, wie schnell die deutsche Wirtschaft wieder hochfahren kann und darf.

Die rund 220 Beschäftigten bei Otto Nußbaum sind noch bis zum Monatsende komplett in Kurzarbeit. Grundsätzlich stehe ihnen ein Insolvenzgeld zu, so Pehl weiter. Er möchte nun in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit Insolvenz- und Kurzarbeitergeld „klug miteinander verbinden, so dass die Mitarbeiter bestmöglich abgesichert“ seien.

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