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Leichtbau Hochfest und leicht: Das Materialkonzept im neuen Skoda Octavia

| Redakteur: Thomas Günnel

Das passende Materialkonzept entscheidet darüber, wie sicher ein Auto ist und wie leicht es sich fährt. Beim neuen Octavia nutzt Skoda in großem Umfang entsprechende Werkstoffe.

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Hochfest und leicht: Skoda nutzt beim neuen Octavia in großem Umfang höchstfesten, warmumgeformten Stahl.
Hochfest und leicht: Skoda nutzt beim neuen Octavia in großem Umfang höchstfesten, warmumgeformten Stahl.
(Bild: Skoda)

Skoda hat den neuen Octavia vorgestellt. Als „außergewöhnlich fest“ beschreibt der Automobilhersteller die Karosserie des Modells. Möglich wird das mittels eines durchdachten Materialkonzeptes: So genannter Tiefziehstahl macht nur 26,3 Prozent der Karosserie aus und findet sich hauptsächlich bei Oberflächenteilen. Ganze 20,6 Prozent der Karosserie bestehen aus höchstfestem, warmumgeformtem Stahl.

Die verwendeten Stahlsorten in der Karosserie des neuen Skoda Octavia.
Die verwendeten Stahlsorten in der Karosserie des neuen Skoda Octavia.
(Bild: Skoda)

Der ist bis zu siebenmal fester als herkömmliche Tiefziehstähle; wegen dieser besonderen Eigenschaften sind Teile aus dem Werkstoff auch an crash-sensiblen Stellen am Fahrzeug einsetzbar – aber dünner und damit leichter als vergleichbare andere Werkstoffe. Wegen ihrer besonders hohen Festigkeit können so gefertigte Teile auch an Stellen mit Frontal- und Seitenaufprallstrukturen dünner und damit leichter gehalten werden.

Wie entsteht höchstfester Stahl?

Während des Herstellprozesses wird der Stahl auf rund 950 Grad Celsius erhitzt und gepresst. Anschließend wird der noch in der Form befindliche Stahl kontrolliert innerhalb von 5,5 Sekunden auf 180 Grad Celsius abgekühlt.

Beim Betrachten der reinen Zahlen fällt dennoch auf, dass der neue Octavia schwerer ist als sein Vorgänger: 1.338 Kilogramm Leergewicht der Limousine stehen 1.150 Kilogramm des Vorgängers gegenüber. Dafür ist der Neue natürlich wieder größer geworden, 19 Millimeter länger und 15 Millimeter breiter.

Komfortabler mittels Topologieoptimierung

Neben der Sicherheit geht es um Fahrspaß und Komfort. Letzteren hat der Automobilhersteller nach eigenen Angaben verbessert, „mit modernen Materialien und Berechnungsmethoden, zum Beispiel der Topologieoptimierung, mit der wir eine höhere dynamische Verdrehsteifigkeit der Karosserie als beim Vorgänger erreicht haben“.

Zum Leichtbau beigetragen haben außerdem altbekannte Verfahren, wie das sogenannte „Tailor Rolled Blank“: Das bedeutet: Es lassen sich Bauteile mit unterschiedlicher Blechdicke herstellen. Dabei sind die Teile nur an den Stellen dicker ausgeführt, wo es notwendig ist. Beim neuen Octavia nutzt Skoda das Verfahren, um die A- und B-Säule zu fertigen.

An zahlreichen Stellen findet sich zudem Mehrphasenstahl, auch Dualphasenstahl genannt. Er ist nach dem Verformen „sehr gut dehnbar und zugleich sehr fest“, beschreibt Skoda. Im Octavia findet er sich erstmals auch beim Oberflächenteil der Gepäckraumklappe.

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Über den Komfort des neuen Octavia müssen die Kunden abstimmen. Was die Sicherheit angeht, hat Euro NCAP den Hersteller bereits bestätigt: fünf Sterne im Crashtest machen ihn zu den sichersten Fahrzeugen seiner Klasse.

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