IAA Nfz/AL-KO Hybrid Power Chassis für leichte Nutzfahrzeuge

Redakteur: Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

AL-Ko stellt in Hannover eine „intelligente“ Kombination aus Verbrennungs- und Elektromotor für Überland-Touren und urbane Fahrten vor.

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Basis des AL-KO Hybrid Power Chassis ist das variable Leichtbau-Chassis, das als Systemträger einen modularen Einsatz der Batteriepakete und Komponenten ermöglicht.
Basis des AL-KO Hybrid Power Chassis ist das variable Leichtbau-Chassis, das als Systemträger einen modularen Einsatz der Batteriepakete und Komponenten ermöglicht.
(Bild: AL-Ko)

Der Fahrwerktechnik-Experte präsentiert zusammen mit der Huber Automotive AG, ein etablierter Spezialist für Embedded Automotive Electronics, eine Weltneuheit auf der IAA Nutzfahrzeuge 2018: das Hybrid Power Chassis. Dieses Hybrid-System mit Plug-in-Technologie bietet mit zulässigen Gesamtgewichten zwischen 3,5 und 5,0 Tonnen eine Lösung für emissionsfreie urbane Fahrten mit Elektroantrieb und längere, außerstädtische Touren mit Verbrennungsmotor. Die Besonderheit: Die elektrifizierte Hinterachse mit einer Leistung von zirka 90 kW kann bei Bedarf zugeschaltet werden und macht den Transporter damit zum ersten leichten Nutzfahrzeug mit Hybridkonzept.

Über eine deutliche Reduzierung der CO2-Emissionen von neuen Pkw und leichten Nutzfahrzeugen diskutiert derzeit der Umweltausschuss des EU-Parlaments. Demnach sollen die Hersteller bis 2030 den Ausstoß an Kohlendioxid ihrer Neuwagenflotten um 45 Prozent senken (gemessen am Ausgangsjahr 2021). Obendrein soll es bis 2030 ein Verkaufsziel von 40 Prozent an emissionslosen und -armen Autos – also Elektroautos und Plug-in-Hybride – geben. Zu dieser aktuellen Forderung hat die AL-KO Fahrzeugtechnik ihr Konzept entwickelt.

Das auf der Messe als Studie vorgestellte Hybrid Power Chassis ermöglicht ein emissionsfreies, vollelektrisches Fahren und eine uneingeschränkte Nutzung des Verbrennungsmotors zugleich. Basis ist das variable AL-KO Leichtbau-Chassis, das als Systemträger einen modularen Einsatz der Batteriepakete und Komponenten ermöglicht und gleichzeitig eine Schutzfunktion für die Batterien bietet. So kann die Batteriekapazität je nach Kundenbedarf auf eine Reichweite von bis zu rund 100 Kilometern im vollelektrischen Betrieb angepasst werden. Für Strecken über längere Distanzen, beispielsweise Überland-Fahrten, kann der Verbrennungsmotor des Fahrzeugs ohne Einschränkungen genutzt werden. Bei gleichzeitiger Nutzung von E-Drive und Verbrennungsmotor (Booster) liegt die im Rahmen der Studie errechnete Kraftstoffeinsparung bei bis zu 30 Prozent.

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