Aufbereitung von Pkw-Leichtmetallrädern Künftig ohne Abdrehen

Von Peter Diehl

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Wo verlaufen die Grenzen des Erlaubten bei der Aufbereitung von Pkw-Leichtmetallrädern? Antworten enthält ein bereits bekanntes Grundsatzpapier, aus dem noch in diesem Jahr eine nationale Richtlinie entstehen soll. Eine ergänzende Formulierung hat es jedoch in sich.

Das mitunter praktizierte flächige Abdrehen eines Rads auf bis zu 50 Millimeter Länge vom Außenhorn in Richtung Mittenbohrung wird künftig nicht mehr möglich sein.
Das mitunter praktizierte flächige Abdrehen eines Rads auf bis zu 50 Millimeter Länge vom Außenhorn in Richtung Mittenbohrung wird künftig nicht mehr möglich sein.
(Bild: Rosenow – »kfz-betrieb«)

Das Rad eines Kundenfahrzeugs in die Aluschrottbox befördern – nur wegen eines Bordsteinremplers? Mit dem viel zitierten Begriff der Nachhaltigkeit hat das nichts zu tun. Zumal es aus technischer Sicht oft nicht notwendig ist. Auch deshalb existiert seit 2004 das Grundsatzpapier des Sonderausschusses Räder und Reifen innerhalb des Fachausschusses Kraftfahrzeugtechnik (FKT, ein Beraterkreis des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr, kurz BMDV), federführend erarbeitet vom TÜV Süd. Hinzu kommen von Automobilherstellern separat verfasste Leitfäden, die sich mit der Aufbereitung von Leichtmetallrädern beschäftigen. Aus dem Grundsatzpapier soll noch in diesem Jahr die „Richtlinie zur Aufbereitung von Leichtmetallrädern für Personenkraftwagen“ entstehen. Bis zum 7. November läuft in Brüssel das auch für nationale Richtlinien von EU-Mitgliedsstaaten erforderliche Notifizierungsverfahren. Sofern Einwände seitens der Mitgliedsstaaten und der EU-Kommission ausbleiben, ist laut Stefan Dittmar mit der kurzfristigen Veröffentlichung noch im laufenden Jahr zu rechnen. Mit der Richtlinienerarbeitung betraut waren der Abteilungsleiter Räder des TÜV Süd Product Service als Federführender des Sonderausschusses und dessen Mitglieder.

In diesem Zusammenhang haben sich manche Formulierungen des vorherigen Grundsatzpapiers verändert. Doch zunächst zwei klärende Begriffsdefinitionen (Quelle: Entwurfstext der Richtlinie, Einleitung und Punkt 2).