Volkswagen-Rückruf „Mögliche Schmorschäden bis hin zum Brand“

Von Niko Ganzer

Für diverse Modellreihen von Audi, Cupra, Seat, Skoda und VW steht ein Rückruf wegen erhöhter Brandgefahr an. In Deutschland müssen mindestens 40.000 Einheiten zwei Mal in die Vertragswerkstätten.

Auch aktuelle Passat-Modelle sind von dem jüngsten Wolfsburger Rückruf betroffen.
Auch aktuelle Passat-Modelle sind von dem jüngsten Wolfsburger Rückruf betroffen.
(Bild: Volkswagen)

Der Volkswagen-Konzern ruft wegen eines Problems mit der Befestigung der Motorabdeckung zahlreiche Modelle der Marken Audi, Cupra, Seat, Skoda und VW zurück. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) meldete in den vergangenen Tagen Aktionen für weltweit insgesamt 95.700 Einheiten. Hinzu kommen 15.600 Fahrzeuge, die ein Sprecher von Skoda Deutschland auf Anfrage nannte.

„Die Haltekräfte an den Aufnahmepunkten der Designabdeckung sind zu gering“, begründete der Sprecher den Rückruf für 5.129 Octavia, Superb und Kodiaq in Deutschland. Die Abdeckung könne mit dem Abgasturbolader in Berührung kommen. „Schmorschäden bis hin zum Brand“ seien mögliche Folgen. Das KBA nennt im Zusammenhang mit dem VW-Rückruf für T-Roc, Golf, Passat, Tiguan und Arteon 16 Schadensfälle, ohne aber ins Detail zu gehen.

Erwartungsgemäß machen die Wolfsburger Modelle den größten Teil des Rückruf-Kuchens aus: Von den 58.100 betroffenen Autos sind 31.969 auf dem Heimatmarkt gemeldet.

Bei Audi sind es 2.714 Q3 und TT von insgesamt 6.320. Hinzu kommen laut KBA weltweit 30.467 Cupra Ateca, Formentor und Leon, sowie 798 Seat Tarraco. Zahlen für Deutschland gibt es zu diesen beiden Fabrikaten noch nicht.

Rückruf benötigt zwei Werkstattbesuche

Den Bauzeitraum gibt die Flensburger Behörde nur sehr grob mit 2020 bis 2022 an. Konkretere Daten gibt es bislang nur aus Nordamerika.

Die dort einbestellten rund 5.400 Golf (Modelljahr 2022) liefen den Angaben zufolge zwischen September 2021 und Anfang Februar dieses Jahres vom Band. Der Aktionscode lautet für die Kernmarke „10H5“. Der Skoda-Rückruf firmiert unter „10H6“, der von Seat und Cupra unter „10H7“ und bei Audi lautet das Kürzel „10H8“.

Diese Kennungen gelten aber nur für den ersten Teil der Abhilfe, also die Entfernung der Abdeckung. Da noch kein stabileres Ersatzteil verfügbar ist, kommt es nach Informationen von »kfz-betrieb« im Rahmen einer weiteren Serviceaktion zu einer neuen Einladung in die Vertragswerkstatt. Für den jetzt anstehenden Eingriff ist offiziell etwa eine halbe Stunde eingeplant, wobei die Demontage selbst in wenigen Minuten erledigt sein dürfte.

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