Mercedes-Benz Vans Plattform-Facelift für den E-Sprinter

Redakteur: Dr. Holger Schweitzer

Mercedes überarbeitet den E-Sprinter. Der elektrische Transporter soll eine modulare Plattform erhalten – und so möglichst viele individuelle Auf- und Umbauten ermöglichen.

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Vom Krankenwagen bis zum Fahrgestell für individuelle Aufbauten: Der neue E-Sprinter soll möglichst viele Anwendungsfälle abdecken.
Vom Krankenwagen bis zum Fahrgestell für individuelle Aufbauten: Der neue E-Sprinter soll möglichst viele Anwendungsfälle abdecken.
(Bild: Mercedes-Benz AG)

Es ist fast wie eine elektromobile Hommage an den individuellen Fahrzeugbau: Mercedes-Benz Vans will den E-Sprinter überarbeiten und in einer neuen Modellgeneration mit einer modular aufgebauten Plattform versehen – der sogenannten „Electric Versatility Platform“. Wie der Nutzfahrzeughersteller informiert, soll der Transporter künftig in drei Modulen erhältlich sein, um verschiedenste Aufbauformen zu ermöglichen. Ein Ansatz, wie er beim konventionell angetriebenen Sprinter bereits besteht, aber in der elektrischen Variante noch fehlt. Wann der modulare E-Sprinter auf den Markt kommen soll, lassen die Stuttgarter bislang offen. Auch detaillierte technische Daten gibt es noch nicht.

Mit der Entwicklung der modularen Plattform zeigt Mercedes-Benz Vans, dass umbautaugliche Basisfahrzeuge nachgefragt werden. Und dass es sich dabei keineswegs um einen beschaulichen Nischenmarkt handeln kann, wird an den Kosten für die neue Plattform deutlich: Immerhin investiert der Hersteller nach eigenen Angaben 350 Millionen Euro in das Projekt.

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Module der „Electric Versatility Platform“

Der modulare E-Sprinter steckt zwar noch in einer frühen Entwicklungsphase – doch einige technische Eckdaten sind bereits bekannt. So soll der E-Transporter mit einem Hinterradantrieb ausgestattet sein und in zwei Radständen sowie drei Batteriegrößen erhältlich sein. Der Hersteller verspricht zudem höhere maximale Nutzlasten, die fast jede Aufbauvariante ermöglichen sollen. Hinzu kommen die drei Kernbausteine der „Electric Versatility Platform“:

  • Frontmodul für die Hochvolt-Komponenten: Der Vorbau soll einheitlich konzipiert sein, um für alle Fahrzeugvarianten kombinierbar zu sein. Das Modul umfasst laut Hersteller sämtliche Hochvoltkomponenten inklusive Ladekomponenten und Gleichspannungswandler.
  • Modul im Unterboden für die Hochvoltbatterie: Die Batterie soll als flach bauender Energiespeicher in den Unterboden integriert werden. Diese Unterflurarchitektur soll hohen Unfallschutz gewährleisten und dem künftigen E-Sprinter dasselbe Ladevolumen verleihen wie die Modelle mit Verbrennungsmotor.
  • Heckmodul mit elektrisch angetriebener Hinterachse: Der in das Heckmodul integrierte Elektromotor soll alle Modellvarianten vom Kastenwagen über People Mover bis hin zum Fahrgestell für Kofferaufbauten antreiben.

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