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CIVD Reisemobilzulassungen mit neuem Rekordwert

| Redakteur: Dr. Holger Schweitzer

Trotz oder wegen Corona: Der Markt für Freizeitmobile klimmt weiter von Rekord zu Rekord. Für Reisemobile war der Mai laut dem Caravaning Industrie Verband (CIVD) sogar der bislang erfolgreichste Monat. Dennoch gab es auch rückläufige Trends.

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Reisemobile sind in Deutschland weiterhin stark nachgefragt.
Reisemobile sind in Deutschland weiterhin stark nachgefragt.
(Bild: CIVD)

Nach dem Lockdown wieder ab in den Urlaub im eigenen Camper. Ein Motto, das für viele deutsche Caravan-Enthusiasten auch in Corona-Zeiten zu gelten scheint. Denn, wie der Caravaning Industrie Verband meldet, wurden im Mai über 14.0000 Freizeitmobile in Deutschland zugelassen. Das sind laut CVID knapp 16 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Besonderer Beliebtheit erfreuen sich vor allem Reisemobile: Hier legten nach Angaben des Branchenverbands die Zulassungen mit 10.000 Fahrzeugen um über 30 Prozent zu. Damit sei der Mai 2020 der bisher beste Monat für dieses Segment, so der CVID. Nach Angaben von Daniel Onggowinarso, Geschäftsführer CIVD, seien die hohen Zulassungszahlen für Mai auch auf die vorübergehenden Schließungen im Kfz-Handel während des Lockdowns zurückzuführen. „Nun sehen wir einen starken und erwarteten Nachholeffekt“, so Onggowinarso.

Weniger Caravanzulassungen

Weniger gefragt hingegen waren Caravans. Hier sanken nach CIVD-Angaben die Zulassungen um rund 16 Prozent. Das schwächere Abschneiden hat laut dem Branchenverband vor allem zwei Gründe: Erstens seien Caravans konjunktursensibler, zweitens würden sich viele Kunden wegen der derzeitigen wirtschaftlichen Ungewissheit noch mit Käufen zurückhalten.

Zudem seien Familien die wichtigste Käufergruppe für Caravans. Und diese seien wegen geschlossener Schulen und Kindergärten oftmals mit mit der Kinderbetreuung beschäftigt gewesen und hätten deshalb kein Fahrzeug erwerben können, erklärt Onggowinarso. Dennoch rechnet der Geschäftsführer mit einem Nachholeffekt, wenn auch später und langsamer.

Optimistischer Ausblick

Onggowinarso zeigt sich auch für den weiteren Jahresverlauf optimistisch. Zwar seien seit Jahresbeginn rund 5 Prozent weniger Freizeitfahrzeuge zugelassen worden als im selben Zeitraum 2019. Allerdings liege man noch immer 8 Prozent über den Zulassungszahlen von 2018.

Ähnlich beim Segment der Reisemobile. Hier seien in den ersten fünf Monaten dieses Jahres gegenüber dem Vorjahr gut 2 Prozent mehr Fahrzeuge zugelassen worden.

Der Branchenverband erwartet auch in den kommenden Monaten eine hohe Nachfrage. Denn Caravaning sei in diesen Zeiten eine der sichersten Urlaubsformen: „Man verreist mit einem Freizeitfahrzeug nur mit Personen des eigenen Haushaltes und ist durch eigene Schlaf-, Wohn-, Koch- und Sanitärmöglichkeiten weitestgehend autark“, so Onggowinarso. Der Verband beobachte bereits, dass sich viele neue Kunden für den Kauf oder die Miete eines Reisemobils oder Caravans interessieren.

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