Mercedes E-Vito-Umbau Rollstuhlgerecht und lokal emissionsfrei

Redakteur: Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Mercedes stellt einen E-Vito-Umbau mit Heckausschnitt und Auffahrrampe zur Beförderung von Menschen mit eingeschränkter Mobilität vor. Eine tiefergelegte Bodenwanne stellt ein großzügiges Platzangebot im Fahrgastraum sicher.

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E-Vito Tourer mit Umbau zur Beförderung von Rollstuhlfahrern.
E-Vito Tourer mit Umbau zur Beförderung von Rollstuhlfahrern.
(Bild: © Mercedes-Benz AG)

Der vollelektrische Mercedes-Benz eVito Tourer ist ab sofort in seiner extralangen Bauform als rollstuhlgerecht ausgebautes Fahrzeug verfügbar. In Zusammenarbeit mit dem langjährigen VanPartner AMF-Bruns GmbH & Co. KG aus dem niedersächsischen Apen wurde ein Fahrzeugumbau mit Heckausschnitt und Auffahrrampe vorgenommen, welcher eine bequeme und sichere Beförderung von Rollstuhlfahrern und Menschen mit eingeschränkter Mobilität ermöglicht. Das Fahrzeug ist im Zweirechnungsgeschäft verfügbar.

Andreas Böger, Leiter Verkauf Neufahrzeuge Mercedes-Benz Transporter und Vans Deutschland: „Vor allem im städtischen Bereich gewinnen lokal emissionsfreie Fahrzeuge auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität an Bedeutung“.

Der großzügig dimensionierte Heckausschnitt mit einer Durchfahrtshöhe von etwa 1.500 mm, sowie die eingebaute, rutschsichere Rampe ermöglichen den einfachen und barrierefreien Zugang zum Fahrzeuginnenraum. Die „Easyflex-Rampe“ ermöglicht laut Mercedes eine einfache Bedienung und ließe sich alternativ schnell zur Ladefläche umfunktionieren.

Mit Hilfe eines Personen- & Rollstuhlrückhaltesystems wird der Rollstuhl am Fahrzeugboden befestigt und die zu befördernde Person gesichert. Für die vordere Rollstuhlbefestigung sorgen extra lange E-Gurte. Das Fahrzeug kann zudem mit der Kopf- und Rückenstütze „Futuresafe“ ausgestattet werden.

Eine tiefergelegte Bodenwanne stellt ein großzügiges Platzangebot im Fahrgastraum mit einer DIN-gerechten Innenhöhe von rund 1.450 mm im hinteren Rollstuhlbereich sicher. Im vorderen Bereich ist bei verbautem Zweisitzer-Beifahrersitz Platz für fünf Personen plus Fahrer. Optionale Dreh- und Klappsitze in der zweiten Reihe ermöglichen eine flexible Nutzung des Fahrzeugs für bis zu sieben Personen, sofern kein Rollstuhl befördert wird.

Das Fahrzeug ist laut Mercedes nicht nur für Fahrdienste geeignet, die sich für die lokal emissionsfreie Beförderung von Menschen mit eingeschränkter Mobilität einsetzen. Auch das Taxigewerbe könne durch diese Fahrzeuge neue Kundenkreise erschließen und dadurch zur Mobilität dieser Bevölkerungsgruppe beitragen. In einigen Bundesländern, zum Beispiel in Berlin und dem Land Brandenburg, erhalten Taxiunternehmen eine Kostenerstattung für den Umbau zu einem sogenannten „Inklusionstaxi“.

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