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Oldtimerkongress „Classic Business“ Rost und Recht im Classic Business

| Redakteur: Dr. Holger Schweitzer

Fahren, diskutieren, lernen: Beim Oldtimerkongress „Classic Business“ in Würzburg können Experten ihr Wissen teilen und Neues erfahren.

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Auf nach Würzburg: In einer Woche beginnt der Oldtimerkongress „Classic Business“.
Auf nach Würzburg: In einer Woche beginnt der Oldtimerkongress „Classic Business“.
(Bild: Stefan Bausewein)

In einer Woche startet das Expertenevent „Oldtimerkongress Classic Business“ rund um das rollende Kulturgut in Würzburg. Die zweite Auflage des Branchentreffs für Oldtimerspezialisten findet in diesem Jahr am 28. und 29. Juni im Vogel Convention Center (VCC) in Würzburg statt. Oldtimerwerkstätten und Sachverständige, die sich mit dem Classic Business befassen, bekommen hier Informationen über aktuelle Entwicklungen und fachliche Tipps: von der Restaurierung über den Handel und die Bewertung bis hin zu Rechtsthemen rund um Young- und Oldtimer. Das Event bietet Expertenfachwissen und den Teilnehmern die Gelegenheit, aktuelle Fragestellungen und Probleme zu diskutieren. Freude und Spaß im Rahmen einer Oldtimerausfahrt und Networking während einer Abendveranstaltung gibt es obendrauf.

Die Veranstalter des Kongresses sind die Fachmedienmarken »Fahrzeug+Karosserie« sowie »kfz-betrieb«, in Kooperation mit dem Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugbau (ZKF), dem Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) sowie dem Bundesverband der freiberuflichen und unabhängigen Sachverständigen für das Kraftfahrzeugwesen (BVSK). Partner der Veranstaltung sind Autorechtaktuell.de, Eurogarant Auto Service AG und GTÜ.

Eisenpest und Nachwuchs

Wie man Rost richtig zu Leibe rückt und Fahrzeuge fachgerecht konserviert, erfordert entsprechendes Know-how und langjährige Erfahrung. Anforderungen, die Thomas Geis von der Fahrzeugakademie in Schweinfurt und Alexander Schwan von Carblast mehr als hinreichend erfüllen. Die beiden Experten werden in ihren Fachvorträgen ihre Kenntnisse und ihren jahrzehntelangen Erfahrungsschatz bei der Restaurierung klassischer Fahrzeuge mit den Teilnehmern des Kongresses teilen.

Ein Schwerpunkt in diesem Jahr wird das Thema Nachwuchs- und Fachkräftemängel für Betriebe sein, die Oldtimer restaurieren. Schon heute kann der Bedarf an Young- und Oldtimermonteuren bzw. -Karosseriebauern kaum gedeckt werden. Auch wenn es noch keine endgültige Lösung gibt: Die beiden Verbände des Kfz-Gewerbes ZDK und ZKF informieren in Würzburg über die aktuelle Situation und mögliche Alternativen, wie etwa eine eigenständige Zusatzqualifikation nach Schweizer Vorbild.

Zahlen – und was sie fürs Geschäft bedeuten

Die Teilnehmer des Kongresses erfahren zudem, wie sich der Old- und Youngtimermarkt entwickelt. Die Unternehmensberatung BBE Automotive präsentiert die Ergebnisse ihrer Studie zum Reparatur- und Wartungsmarkt im Segment der klassischen Fahrzeuge. So seien gerade Besitzer von Oldtimern, also Fahrzeugen, die älter als 30 Jahre sind, bereit, in die Wartung und Reparatur von Oldtimern zu investieren. Hier gebe es insbesondere im Premiumbereich eine sehr hohe Ausgabebereitschaft. Anders sieht es bei Freizeit-Youngtimern (20 bis 29 Jahre) aus. Hier seien die Fahrzeugbesitzer insbesondere in den Volumensegmenten nur begrenzt bereit zu investieren, trotz der hohen Mängelquote. Mehr Informationen zu den Ergebnissen der BBE-Studie gibt es in Würzburg.

Nicht zuletzt erfahren die Teilnehmer, worauf beim richtigen Bewerten von Young- und Oldtimern zu achten ist. In seinem Vortrag „Haftungsrisiken für Handel, Werkstatt und Sachverständige – Was sollte in Gutachten und Rechnungen stehen?“ lautet deshalb auch der Vortrag, mit dem Elmar Fuchs, die Teilnehmer des Kongresses informieren und wachrütteln möchte.

Ein wichtiger Hinweis für Sachverständige: Der Oldtimerkongress kann nach den Richtlinien von BVS und IfS mit einem Tag Weiterbildungszeit angerechnet werden. Sicher Sie sich Ihre Teilnahme hier.

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