Webasto Sinkende Emissionen dank Standheizung

Redakteur: Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Einsparungen von bis zu 50 Prozent der Kohlenmonoxid- und von über 80 Prozent der Kohlenwasserstoff-Emissionen – kraftstoffbetriebene Heizungen verbessern den Start des Fahrzeugs und dessen Umweltbilanz.

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Gewusst wie: Standheizungen lassen sich relativ einfach nachrüsten.
Gewusst wie: Standheizungen lassen sich relativ einfach nachrüsten.
(Bild: Webasto)

Bereits Anfang 2020 testete der ADAC Standheizungen und konnte bei allen kraftstoffbetriebenen Geräten einen erfreulichen Umwelteffekt feststellen: Die damit ausgestatteten Fahrzeuge hatten maßgeblich niedrigere Abgasemissionen als die ohne. „Vor allem der Ausstoß von Kohlenmonoxid (CO) mit Einsparungen von über 50 Prozent war bei den Tests bemerkenswert“, heißt es in einer Pressemitteilung des Automobilzulieferers Webasto. Dank Nachrüstung könnten auch Kunden von dieser Schadstoffreduzierung profitieren, die nicht unmittelbar beim Kauf ihres Fahrzeugs auf eine solche Heizung gesetzt hätten. – Für Werkstätten ergibt sich daraus die Gelegenheit, zusätzliche Umsätze beziehungsweise Erträge zu erwirtschaften.

Webasto empfiehlt den sogenannten „Dealer Locator“, um einen geeigneten Nachrüster ausfindig zu machen. Hierbei handelt es sich um ein Netz von Partnerbetrieben in Deutschland. Sowohl dem Endverbraucher als auch der Werkstatt werde ein „Rundum-sorglos-Paket“ geboten, erklärt Webasto. Die Angabe von Wohnort und Fahrzeugkenndaten genüge, um eine Übersicht über Einbaupartner in der Nähe zu erhalten.

Komplette Stücklisten stellen sicher, dass in der Werkstatt nichts vergessen wird.
Komplette Stücklisten stellen sicher, dass in der Werkstatt nichts vergessen wird.
(Bild: Webasto)

Die passende Stückliste aller benötigten Teile für die individuelle Nachrüstung wird laut Webasto automatisch erstellt, sodass technisch nichts schiefgehen kann. Die vom Kunden ausgewählte Werkstatt kann ihren Arbeitsaufwand einpflegen und so ein zuverlässiges Angebot erstellen. Preise für die Nachrüstung sind individuell und abhängig vom Fahrzeugtyp und Arbeitsaufwand; sie beginnen bei 1.800 Euro.

Emissionsbelastung im Winter weiter reduzieren

Die kalte Winterzeit mit ihrem erhöhten Energiebedarf und der mangelhaften Versorgung mit erneuerbaren Energien ist eine der zentralen Herausforderungen unserer Zeit. Fakt ist: Bei winterlichen Minusgraden benötigen Kraftfahrzeuge mit Verbrennungsmotor länger als im Sommer, bis sie ihren optimalen Betriebspunkt erreichen. Beim Kaltstart kommt es lokal zu vergleichsweise hohen Emissionen. Doch ausgerechnet brennstoffbetriebene Heizungen können hier das Problem lösen: Im Vergleich zum Kaltstart reduzieren sich durch eine entsprechende Vorkonditionierung des Fahrzeugs die CO-Emissionen um mehr als 50 Prozent. Auch die Kohlenwasserstoff-Emissionen liegen über 80 Prozent niedriger als beim Kaltstart ohne Standheizung. Und selbst der Kraftstoffverbrauch des Fahrzeugs kann durch eine Vorheizung um 0,1 Liter sinken. Brennstoffbetriebene Heizsysteme können also maßgeblich dazu beitragen, den Abgasausstoß beim Fahrzeugstart im Winter zu senken. So sind Komfort, Sicherheit und einfache Nachrüstung nicht die alleinigen Vorteile von „Fuel-Operated Heaters“.

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