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Mercedes Sprinter mit mehr Nutzlast

| Autor/ Redakteur: Jürgen Klasing / Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Die Daimler AG feiert kürzlich die Weltpremiere der dritten Generation des Transporters Sprinter der überwiegend im Werk Düsseldorf gebaut wird. Von der letzten Generation wurden weltweit 400.000 Einheiten verkauft und insgesamt haben sich bereits 3,4 Millionen Kunden für den Sprinter entschieden. Der „Neue“ (intern VS30) soll an diese Erfolge anknüpfen.

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Neu im Lieferprogramm ist der Sprinter nur als Triebkopf für die Auf- und Ausbaulösungen der Fahrzeugbauer.
Neu im Lieferprogramm ist der Sprinter nur als Triebkopf für die Auf- und Ausbaulösungen der Fahrzeugbauer.
(Bild: Klasing)

Ab Juni stehen die verschiedenen Sprinter-Modelle mit erstmals drei Antriebsarten bei den Händlern. Das Grundmodell wird mit Front-, die höherwertigen Versionen mit Hinterradantrieb ausgestattet und für Offroad-Einsätze eine 4x4-Variante zur Verfügung. Mit einem Frontantrieb ergibt sich zudem eine um 50 Kilogramm höhere Nutzlast und eine um acht Zentimeter niedrigere Ladekante.

Der Kunde kann wählen zwischen einem Vorderradantrieb mit zwei Radständen und zwei Aufbaulängen oder einem Hinterradantrieb mit drei Radständen und vier Aufbaulängen. Bei den Kastenvarianten können eine, zwei oder keine seitlichen Schiebetüren bestellt werden. Der Allradantrieb kommt erst später mit mittlerem und langem Radstand. Erstmals ist auch ein sogenannter Triebkopf erhältlich, sodass sich viele Möglichkeiten für die Fahrzeugbauer ergeben. Das Gesamtgewicht kann von 3 bis 5,5 Tonnen reichen und maximal können 17 Kubikmeter Laderaumvolumen angeboten werden.

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Zunehmende Digitalisierung

Neu ist die vollständige Vernetzung des Fahrzeuges, die die Routenwahl des Paketzustellers oder die Reihenfolge der Kundenbesuche des Servicetechnikers, sowie den Tagesablaufs optimieren soll. Außerdem gibt es Programme für das Flottenmanagement, um die Wartungszustände der einzelnen Fahrzeuge in einem Fuhrpark abrufen können und deren Werkstatttermine zu optimieren. Der Lieferwagen wird so als Bestandteil des betriebsinternen elektronischen Logistiksystems integriert.

Zwölf Assistenzsysteme sollen dem Sprinter-Fahrer zu mehr Sicherheit und Komfort verhelfen: mit einem Seitenwindassistenten, dem adaptiven Tempomaten, dem Spurhaltehelfer oder der Überwachung des toten Winkels. Zudem können ein Rückfahrkamera und eine Einparkhelfer, eine GPS-Navigation mit metergenauer Positionsbestimmung geordert werden.

Antriebe von 84 kW bis 140 kW

Das Angebot an Motoren reicht von 84 kW / 114 PS bis 140 kW /190 PS, für die Reisemobilproduktion ist exklusiv ein 2,1-Liter-Vierzylinder mit 130 kW / 177 PS im Angebot. Ihre Kraft können sie mit einem manuellen Sechs-Gang-Getriebe oder einer neunstufigen Automatik auf die Achsen übertragen. Das stärkste Aggregat, der Dreiliter-V6, ist vornehmlich für die Shuttle-Sprinter mit Bus-Bestuhlung bestimmt hat ein 7-Stufen-Automatikgetriebe.

Ab dem nächsten Jahr soll der Sprinter auch rein elektrisch fahren können. Der 84-kW-Elektromotor soll 300 Newtonmeter Drehmoment abgeben und für eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h sorgen. Je nach Ausführung des Batteriepacks sollen 150 bis 200 Kilometer Reichweite möglich sein.

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