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Mercedes-Benz-Vans Sprinter-Rückruf: Ein Kabelbaum ist falsch verlegt

Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Andreas Grimm

Mercedes-Nutzfahrzeuge holt über 4.000 Transporter in die Werkstatt, um mit einem Kabelbinder die Verlegeposition am Bremslichtschalter zu korrigieren. Andernfalls könnte das Bremslicht dauerhaft aufleuchten.

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Einige Sprinter-Modelle haben Probleme mit den Bremslichtern. Ein falsch verlegter Kabelbaum kann zu falschen Signalen führen.
Einige Sprinter-Modelle haben Probleme mit den Bremslichtern. Ein falsch verlegter Kabelbaum kann zu falschen Signalen führen.
(Bild: Daimler)

Weltweit etwas über 4.000 Mercedes-Transporter des Typs Sprinter müssen in die Vertragswerkstätten. Dort wird die Verlegung des Kabelbaums im Bereich zwischen Bremslichtschalter und Bremsbetätigungshebel überprüft, da das Kabel möglicherweise eingeklemmt werden kann. Ist das der Fall, wird mithilfe eines Kabelbinders das Problem gelöst. In Deutschland geht es um 1.423 Fahrzeuge aus dem Bauzeitraum 13. Dezember 2017 bis 1. August 2018. Der Rückruf wird vom KBA überwacht. Unfälle aufgrund des Problems seien der Behörde bislang keine bekannt, hieß es.

„Ein fehlerhaft verlegter Kabelbaum kann sich zwischen Bremslichtschalter und Bremsbetätigungshebel verklemmen“, erläuterte ein Sprecher des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) auf Anfrage die Ursache eines Rückrufs für den Mercedes Sprinter. Werden die Kabel eingeklemmt, kann es den Angaben zufolge zu Fehlinterpretationen des Status des Bremslichtschalters kommen. In der Folge leuchtet das Bremslicht möglicherweise dauerhaft und Assistenzsysteme könnten Fehlfunktionen aufweisen. Ferner kann eine Wegrollgefahr nicht unter allen Umständen ausgeschlossen werden.

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 Niko Ganzer

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Freier Journalist