Jahresbilanz TÜV Rheinland wächst weltweit

Von Dipl.-Ing. (FH) Kfz-Technik Peter Diehl 2 min Lesedauer

Mit einem Umsatz von 2,98 Milliarden Euro, was einem Plus von 9,7 Prozent entspricht, bilanziert TÜV Rheinland sein Geschäftsjahr 2025. Investitionen in Technologien und Arbeitsplätze sollen das Wachstum auch weiterhin sichern.

Zentrale des TÜV Rheinland in Köln(Bild:  TÜV Rheinland/Yann Harz)
Zentrale des TÜV Rheinland in Köln
(Bild: TÜV Rheinland/Yann Harz)

Am 21. April stellte der Prüfkonzern TÜV Rheinland seine Bilanz des Geschäftsjahrs 2025 vor, welches nach eigener Aussage erfolgreich verlief. Der Vorstandsvorsitzende Dr.-Ing. Michael Fübi während der Bilanzpressekonferenz wörtlich: „Vertrauen ist unser stärkster Wachstumstreiber. Denn Innovationen setzen sich nur durch, wenn sie sicher, zuverlässig und marktfähig sind. Mit unserer Expertise schaffen wir genau diese Grundlage – für Unternehmen, Märkte und die Gesellschaft.“

Konkret setzte das Unternehmen mit Hauptsitz in Köln sein Wachstum der vergangenen Jahre fort und im bilanzierten Geschäftsjahr 2,98 Milliarden Euro um. Ausgehend vom Vorjahresumsatz (2,71 Milliarden Euro) beträgt der Zuwachs 9,7 Prozent. Das betrifft sowohl das nationale als auch das internationale Geschäft sowie alle Geschäftsbereiche. Neben dem für die Kfz-Branche primär relevanten Bereich Mobilität sind das Produkte, People & Business Assurance und Industrie Service & Cyber Security.

Besonders gefragt seien Dienstleistungen wie die Prüfung elektrischer und elektronischer Produkte, Tests von Photovoltaikmodulen, Unterstützung beim Marktzugang in internationalen Märkten sowie technische Services für die Energiebranche gewesen. Wachstum verzeichneten aber auch klassische Prüfungen, etwa von Fahrzeugen, Druckanlagen und Aufzügen. Über die letzten vier Geschäftsjahre betrachtet, stieg der Umsatz des Prüfkonzerns im Schnitt um 9,4 Prozent jährlich.

Der Anteil des Geschäfts außerhalb Deutschlands liegt inzwischen bei 55,1 Prozent, womit sich TÜV Rheinland als „der TÜV mit der stärksten internationalen Ausrichtung“ sieht. „Von Köln in die Welt: Diesen Weg geht TÜV Rheinland seit mehr als 50 Jahren. Unsere globale Präsenz und die breite Aufstellung in nahezu allen Branchen ermöglichen es uns, Risiken abzufedern und nachhaltig zu wachsen“, so Dr.-Ing. Michael Fübi.

1.500 Mitarbeiter mehr als Ende 2024

Die genannte Gewichtung der Geschäftstätigkeit zeigt sich auch bei den Mitarbeitern, von denen 66,1 Prozent außerhalb Deutschlands tätig sind. Zum Jahresende 2025 waren es insgesamt 28.550, rund 1.500 oder sechs Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Das Eigenkapital des Prüfkonzerns stieg um 123,5 auf 877,7 Millionen Euro, was eine Eigenkapitalquote von 26,9 Prozent bedeutet (2024: 26,3 Prozent). Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit blieb mit 282,4 Millionen Euro auf ähnlich hohem Niveau wie im Vorjahr (283 Millionen Euro). „Wir haben unsere finanziellen Ziele für 2025 nicht nur erreicht, sondern in vielen Bereichen übertroffen. Das gibt uns die Stabilität, auch in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld weiter zu wachsen“, betonte Philipp Kortüm, Vorstand Finanzen.

Für 2026 erwartet das Unternehmen weiteres Umsatzwachstum „im mittleren einstelligen Prozentbereich“. Zu dessen Absicherung wurden 2025 Investitionen in Höhe von 87,2 Millionen Euro (2024: 86,1 Millionen Euro) getätigt. Die Schwerpunkte lagen auf dem Ausbau von Laboren, auf der Digitalisierung und auf innovativen Technologien. In China wurden Investitionen in die Laborstandorte in Taicang und Shenzhen getätigt, um die steigende Nachfrage nach Prüf- und Zertifizierungsdienstleistungen zu bedienen.

Nachdem in den letzten vier Jahren 23 Unternehmen akquiriert und integriert wurden, übernahm TÜV Rheinland in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres vier weitere Unternehmen, darunter solche in Deutschland (Arbeitssicherheit und Windenergie), Südkorea (Produktprüfung) und den USA (technische Beratung).

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