BVSK

Verbandseigenes Schadenportal

| Redakteur: Konrad Wenz

Timo Bons, Geschäftsführer der BVSK IT GmbH stellte zwei neue Webportale vor.
Timo Bons, Geschäftsführer der BVSK IT GmbH stellte zwei neue Webportale vor. (Bild: Wenz)

Der BVSK wird seinen Mitgliedern sowie Rechtsanwälten und Autohäusern ein eigenes Schadenportal zur Verfügung zu stellen. Dies kündigte Timo Bons, Geschäftsführer der BVSK IT GmbH, gestern während des Herbstsymposiums des Verbandes in der AWG mbH in Kottenheim an.

Der Vorteil des BVSK-Portals „ComTool“ sei, dass bestehende Partner im Dreiecksverhältnis der Schadenabwicklung (Autohaus, Sachverständiger, Rechtsanwalt) erhalten blieben – das Portal sei offen sowohl in Richtung der Sachverständigen als auch der Anwaltskanzleien. „Wir haben eine Schnittstelle zu E-Consult, das heißt wir können die Schadenakte direkt ohne Medienbruch dem Anwalt zur Verfügung stellen und es gibt eine Schnittstelle zu Combi Plus auf der Sachverständigenseite. Das werden wir in den nächsten Monaten noch ausbauen“, beschrieb Bons.

Die DMS-Anbieter im Autohaus würden in den kommenden Monaten integriert. Für das Portal sei ein Workflow unter Mitwirkung der Anwaltskanzlei Elmar Fuchs und von BVSK-Sachverständigen erarbeitet worden. „Das ist ein idealtypischer Ablauf der Schadenbearbeitung, von der Vorgangsanlage über die Gutachtengenerierung bis zur Abrechnung“, erklärte Bons. Hier haben alle beteiligten Parteien einen transparenten Zugriff auf den Vorgang. Ab dem zweiten Quartal 2018 soll der Workflow auch für das jeweilige Autohaus anpassbar sein, weil nicht jeder Schaden in jedem Autohaus gleich abgewickelt werde.

Die Digitalisierung habe in den vergangenen Jahren immer mehr Schadenportale hervorgebracht – auch große Organisationen würden sich inzwischen solcher Portale bedienen, führte Bons aus. In der Regel würden diese Portale Autohäusern durch einen professionellen Vertrieb angeboten, der teilweise mit absurden Versprechungen auf die Autohäuser zugehe. „Das hat oft die Konsequenz, dass der Sachverständige in der Unfallschadenabwicklung in diesem Autohaus keine Rolle mehr spielt, oder zum reinen Gutachtenlieferanten verdammt wird. Das heißt, der darf sein Gutachten als Pdf-Datei erstellen und dieses dann im Portal hochladen – aus dem Abwicklungsprozess ist er raus, zudem darf er sich oft noch an den Kosten für das Portal beteiligen. Das kann bis zu 150 Euro pro Schadenfall betragen“, erläuterte Bons die Beweggründe des BVSK.

Der erweiterte Pilotbetrieb ist für das erste Quartal 2018 vorgesehen, ab dem zweiten Quartal soll das Portal dann für alle verfügbar sein.

Zudem sollen im Jahr 2018 alle Unterlagen des Verbands, von Musterschreiben über Musterklagen bis hin zu Urteilskommentierungen in einem neuen Portal zur Verfügung stehen. Dieses Portal wird sich Wikiexpert nennen und basiert auf der ZKF-Initiative Repair Pedia. „Die BVSK-Mitglieder können dadurch schnell nach BVSK-Dokumenten suchen und darüber hinaus alle Repair-Pedia-Dokumente mitnutzen“, sagte Bons. Wikiexpert soll zum Sachverständigen Tag 2018 (1.Juni 2018 in Potsdam) in den Live-Betrieb gehen.

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