Gemischbildung Wasserstoff als alternativer Kraftstoff

Von Peter Diehl

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Die Umrüstung von Nutzfahrzeug-Dieselmotoren auf Wasserstoff-einblasung ist das Spezialgebiet des Münchner Start-ups Keyou. »Fahrzeug+Karosserie« erklärt technische Details. Gesucht werden Umrüst-, Service- und Reparaturpartner.

Ein zum Wasserstoffmotor umgebauter Diesel auf dem Prüfstand. Erstlingswerke sind ein Achtliter- und ein Dreizehnliter-Motor für Lkw und Busse.
Ein zum Wasserstoffmotor umgebauter Diesel auf dem Prüfstand. Erstlingswerke sind ein Achtliter- und ein Dreizehnliter-Motor für Lkw und Busse.
(Bild: Keyou)

Es ist ein Henne-Ei-Problem: Alternative Antriebstechnik, die Betreibern von Nutzfahrzeugflotten angeboten werden soll, muss gegenüber dem Diesel-Antriebsstrang wettbewerbsfähig sein, und zwar ab Tag 1 der Nutzung. Schließlich baut deren Geschäftsmodell auf den Rahmenbedingungen und Kosten des Diesels auf. Doch die hohen Kosten der Industrialisierung solcher Antriebstechnik und des Aufbaus neuer Produktionsinfrastrukturen schließen sofortige Wettbewerbsfähigkeit aus. Die Folge: Nur geringe Stückzahlen gelangen in den Markt, weshalb Investitionen in die Infrastruktur ausbleiben. Wo lässt sich der Hebel ansetzen, um Investitionen anzustoßen? Diese Frage stellte sich das Team um Thomas Korn, CEO des Münchener Start-ups Keyou.

Bei Vorhandenem, lautete die Antwort. Keyou will vor allem gebrauchte, aber auch neue Nutzfahrzeug-Dieselmotoren auf Wasserstoffeinblasung umrüsten. „Nicht der Verbrennungsmotor ist das Problem, sondern der Kraftstoff auf Kohlenwasserstoff-Basis“, sagt Thomas Korn. Und: „Es gibt in Europa keinen Nutzfahrzeug­hersteller, der sich nicht auch mit der Wasserstoffeinblasung auseinandersetzt.“