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Forum Fahrzeugbau Zusatzgeschäft für Fahrzeugbauer

Redakteur: Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Nutzfahrzeuge werden zunehmend mit Fahrerassistenzsystemen (FAS) ausgestattet. Die Ausrüstung von Nfz mit FAS wird primär von ökonomischen Aspekten und rechtl. Rahmenbedingungen beeinflusst. Ein aktuelles Beispiel sind Abbiegeassistenten.

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Brenzlige Situation: Abbiegeassistenten informieren den Fahrer, wenn sich Radfahrer oder Fußgänger im toten Winkel befinden.
Brenzlige Situation: Abbiegeassistenten informieren den Fahrer, wenn sich Radfahrer oder Fußgänger im toten Winkel befinden.
(Bild: Daimler)

Die Ankündigung des Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer: „Zukünftig sollte kein Lkw mehr unterwegs sein, der nicht mit einem Abbiegeassistenten ausgerüstet ist“, wurde in der gleichen Pressemeldung schon eingeschränkt: Die gesetzlichen Vorschriften seien international geregelt – die könne Deutschland nicht im Alleingang ändern.

Dennoch soll der Verbau dieses Fahrerassistenzsystems unter bestimmten Voraussetzungen (siehe Folgeseite) finanziell gefördert werden. Hierauf und wie ein Abbiegeassistent im Nutzfahrzeug realisiert werden kann geht Helge Kiebach, KTI, in seinem Vortrag während des Forum Fahrzeugbau im Vogel Convention Center in Würzburg ein.

Der Vortrag zeigt die Vor- und Nachteile verschiedener Sensoren auf, sowie Einflüsse, welche die Detektionsfähigkeit von Sensoren und somit die Funktion von FAS verschlechtern können. Daraus folgende Maßnahmen zur Erhaltung der FAS-Funktion werden abschließend dargestellt.

Fahrzeugbauer sollten sich auf jeden Fall mit diesem Thema beschäftigen – es könnte wirtschaftlich für sie interessant werden. Denn Firmen, die sich als „Sicherheitspartner“ an Andreas Scheuers Initiative „Aktion Abbiegeassistent“ beteiligen, verpflichten sich, vor dem verbindlichen Einführungsdatum auf EU-Ebene (voraussichtlich 2024) ihren Fuhrpark mit Abbiegeassistenten nachzurüsten, beziehungsweise ausschließlich Neufahrzeuge mit Abbiegeassistenten anzuschaffen.

Spediteure müssen so nicht erst auf eine gesetzliche Pflicht warten, sondern können entsprechende Systeme nachrüsten, und werden dabei sogar vom Staat finanziell gefördert. Seit dem 21. Januar 2019 können sie die entsprechenden Anträge beim E-Service-Portal des Bundesamtes für Güterverkehr herunterladen und einreichen. Die Zuwendung beträgt höchstens 80 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, maximal jedoch 1.500 Euro je Einzelmaßnahme. Für jeden Betrieb sind grundsätzlich maximal zehn Einzelmaßnahmen pro Jahr förderfähig. Voraussetzung ist allerdings, dass eine ABE für das Produkt vorliegt

Das Forum Fahrzeugbau findet am 28./29. Oktober 2019 zum zweiten Mal im Vogel Convention Center (VCC) in Würzburg statt. Veranstalter ist die Fachmedienmarke »Fahrzeug + Karosserie« in Kooperation mit dem Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZKF) sowie der Unterstützung von Dekra. Auf dem Event treffen sich Hersteller von Nutz- & Sonderfahrzeugen, um sich über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen in der Fahrzeugbaubranche auszutauschen. Im Fokus stehen die Themen RDE / WLTP, Last-Mile-Fahrzeuge, Abbiegeassistenten und Fahrerassistenzsysteme.

Anmeldung hier

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