Automechanika 2026 BMW sucht den Austausch mit dem freien Markt

Von Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow 2 min Lesedauer

Der Münchener Hersteller ist einer der ganz wenigen OEMs auf der Leitmesse des freien Ersatzmarkts. Im Gepäck hat er eine preisgünstige Teilelinie, Reman-Parts sowie zahlreiche digitale Angebote.

Reman-Teile gibt es auch werksoriginal bei BMW – als ebenso günstige wie umweltfreundliche Reparaturmöglichkeit.(Bild:  BMW)
Reman-Teile gibt es auch werksoriginal bei BMW – als ebenso günstige wie umweltfreundliche Reparaturmöglichkeit.
(Bild: BMW)

Immer mehr Autohersteller erkennen und wertschätzen die freien Werkstätten als wichtige Zielgruppe für ihr Ersatzteilgeschäft. Einer der Vorreiter unter den OEMs, was die Offenheit gegenüber markenunabhängigen Betrieben betrifft, ist BMW – kein Wunder also, dass das Münchener Unternehmen sich nun auch auf der Automechanika präsentiert.

Value Repair Parts von BMW sind für zahlreiche Fahrzeugsysteme zu haben.(Bild:  BMW)
Value Repair Parts von BMW sind für zahlreiche Fahrzeugsysteme zu haben.
(Bild: BMW)

Ein zentraler Themenschwerpunkt auf dem Messestand in Halle 8 (Stand H60) sind die sogenannten Value Repair Parts. Diese Teilelinie ermöglicht zeitwertgerechte Reparaturen für ältere Fahrzeuge. Zudem sind viele Originalteile in Ersatzteilkits zu haben, also mit den zum Austausch nötigen Befestigungsteilen, Dichtungen usw. Das reduziert die Komplexität bei der Bestellung, verringert den Logistikaufwand und erhöht die Reparatursicherheit im Werkstattalltag.

Wiederaufbereitete Ersatzteile gewinnen im Werkstattalltag ebenfalls an Bedeutung, denn sie verbinden günstige Preise mit der Passgenauigkeit und Qualität eines Originalteils – und das bei deutlich geringerem Rohstoff- und Energieverbrauch. Auch BMW bietet deshalb Reman-Teile an, die industriell aufbereitet und nach denselben Prüf- und Qualitätsstandards wie Neuteile getestet werden. So erweitert das Unternehmen sein Ersatzteilportfolio um einen zusätzlichen Preispunkt und unterstützt wirtschaftliche Angebote für ältere Fahrzeuge.

Schwerpunkt Diagnose

Darüber hinaus präsentiert die BMW Group mit dem Aftersales Online System (AOS) ihre zentrale digitale Plattform für freie Werkstätten und unabhängige Reparaturbetriebe. AOS unterstützt dabei, Reparaturen effizient und herstellerkonform umzusetzen – von der fahrzeugspezifischen Bedarfsermittlung über den Key-Reader bis zur Teileidentifikation. Über die im AOS integrierte Schnittstelle zu Partslink 24 lassen sich technische Informationen und Teilebestellungen nahtlos in einem Prozess verbinden. Das vermeidet Medienbrüche, reduziert Fehlbestellungen und vereinfacht die Abläufe im Werkstattalltag.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Reparatur und Diagnose moderner Fahrzeuggenerationen. An ausgewählten Fahrzeugen zeigt BMW, worauf freie Werkstätten bei Arbeiten an Hochvoltspeichern und bei der diagnosegestützten Fehlersuche achten müssen. Damit will der Hersteller das Verständnis dafür stärken, dass es für die Reparatur moderner Fahrzeuge fundierte Expertise sowie herstellerkonforme Prozesse braucht.

Weniger für Werkstätten als für Softwareanbieter und Mobilitätsdienstleister gedacht ist ein weiteres Thema am Messestand: B2B Connect, die zentrale Plattform der BMW Group für digitale B2B-Services über standardisierte API-Schnittstellen. Sie ermöglicht Unternehmen, ausgewählte Fahrzeugdaten und Funktionen sicher in eigene Anwendungen und Prozesse zu integrieren und darauf aufbauend neue Services zu entwickeln. Ein Beispiel sind datenbasierte Lösungen für Flottenbetreiber – etwa zur Unterstützung der Elektromobilität mit Lade- und Statusinformationen sowie Einblicken in die Batteriegesundheit.

Abgerundet wird der Auftritt durch interaktive Elemente, moderne Visualisierungen, Virtual-Reality-Anwendungen und live erlebbare technische Features sowie ausgewählte Fahrzeugexponate.

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