Unfallschadenmanagement DAT entwickelt Schadennetz für Krüll-Gruppe

Autor Dr. Holger Schweitzer

Die norddeutsche Autohausgruppe Krüll setzt für das Abwickeln von Unfallschäden künftig auf eine Schadenplattform der Deutschen Automobil Treuhand GmbH (DAT). Das digitale Tool hilft, die Aufwände für das Schadenmanagement zu verringern, und macht den Prozess sicherer.

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Die Auftragsabwicklung bei Krüll läuft über die cloudbasierte Software SilverDAT-3, die auf die Bedürfnisse der Krüll-Gruppe zugeschnitten wurde.
Die Auftragsabwicklung bei Krüll läuft über die cloudbasierte Software SilverDAT-3, die auf die Bedürfnisse der Krüll-Gruppe zugeschnitten wurde.
(Bild: DAT)

Kunden bringen regelmäßig ihre verunfallten Fahrzeuge zu den acht in Norddeutschland verteilten Standorten der Krüll-Gruppe. Bislang kalkulierten und wickelten die Standorte voneinander unabhängig die Schäden ab. Um mehr Transparenz und Effizienz in das Unfallschadenmanagement über die Standorte hinweg zu bringen, setzt die Autohausgruppe künftig auf ein cloudbasiertes Schadennetz der Deutschen Automobil Treuhand GmbH (DAT).

Die Schadenplattform basiert auf der Kalkulationsoftware SilverDAT-3. Damit können Krüll-Mitarbeiter der verschiedenen Standorte über Zugriffsberechtigungen die Unfallschäden ihrer Kunden zentral kalkulieren und die Fahrzeuge annehmen. Die anschließende Reparatur erfolgt ebenfalls zentralisiert im hauseigenen Karosserie- und Lackzentrum der Krüll-Gruppe in Hamburg-Altona.

Die beiden Krüll-Geschäftsführer Michael Babick (li.) und Karsten Lorenzen setzen auf das digitale Schadennetz der DAT.
Die beiden Krüll-Geschäftsführer Michael Babick (li.) und Karsten Lorenzen setzen auf das digitale Schadennetz der DAT.
(Bild: Krüll)

Schnellerer und fehlerfreier Prozess

Von der Umstellung auf eine digitale und zentralisierte Abwicklung der Unfallschäden erhoffte sich das Unternehmen schnellere Abläufe und mehr Prozesssicherheit. Ein Ziel, das Karsten Lorenzen, Geschäftsführer der Autohausgruppe, mit der DAT-Plattform als erreicht erachtet. Ein weiterer positiver Aspekt ist dem Geschäftsführer zufolge, dass sich dadurch Fehler beim Bearbeiten der Schäden vermeiden lassen. „Hinzu kommt, dass wir dank der hinterlegten Soll-Prozesse kaum Reklamationen von Seiten der Versicherer haben“, berichtet Lorenzen.

Auch das Einführen des Schadennetzes in bestehende Prozesse, wie etwa die Anbindung an die Schnittstellenlandschaft der Autohaus-Gruppe, sei dank der Flexibilität und des modularen Aufbaus des Systems problemlos verlaufen. Eine weitere Funktion der Plattform, die man bei Krüll schätzt, ist das digitale Hinzuziehen von Rechtsanwälten oder Sachverständigen.

Wie die Schadenbearbeiterin Stefanie Olschewski erklärt, könnten Sachverständige beispielsweise auch ihre Gutachten in die Schadenakte hochladen. Die Krüll-Mitarbeiter können so den Bearbeitungsstatus der einzelnen Fälle bei der Versicherung überprüfen. Aktuell kooperiert das Unternehmen mit sechs Versicherungen für die Schadenabwicklung. Die Kommunikation mit den Assekuranzen ist dabei ebenfalls vollständig in die Plattform eingebunden.

Mehrwert für Mitarbeiter und Geschäftsführung

Außer zur Abwicklung von Unfallschäden verfügt das System laut DAT über weitere Funktionen, die den Anwendern einen Mehrwert bieten. So können die einzelnen Standorte beispielsweise die hinterlegten Daten auswerten und so ihre internen Prozesse kontinuierlich verbessern.

Um die Mitarbeiter von den Möglichkeiten und Vorteilen für die tägliche Arbeit zu überzeugen, führte die Krüll-Gruppe interne Schulungen in Kooperation mit der DAT durch. Das System erleichtere die Arbeit der Angestellten und halte den Aufwand für das Schadenmanagement in Grenzen, resümiert Karsten Lorenzen.

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