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Quick Lane Fords Werkstattkonzept startet in Deutschland durch

| Autor: Jakob Schreiner

Startschuss für die US-amerikanische Werkstattkette in Deutschland: In Krefeld und Hennef haben die ersten Betriebe ihre Arbeit aufgenommen. Angeboten werden vor allem einfache Wartungs- und Reparaturarbeiten.

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Quick Lane hat in Krefeld Mitte März den ersten Standort eröffnet.
Quick Lane hat in Krefeld Mitte März den ersten Standort eröffnet.
(Bild: Quick Lane)

Fords Werkstattkonzept für den freien Markt ist in Deutschland gestartet. Der erste Betrieb in Krefeld hat Mitte März die Arbeit aufgenommen, ein zweiter Standort eröffnete vergangenes Wochenende im rund 100 Kilometer entfernten Hennef, wie das Unternehmen mitteilte. Von dort aus will Quick Lane „den Sprung in die naheliegenden Ballungszentren vorbereiten“. Weitere Eröffnungen sollen im dritten und vierten Quartal folgen.

Mittelfristig plant Quick Lane mit 300 Werkstätten in Deutschland. In erster Linie solle sich das Konzept an Investoren wenden, die gewillt sind, „größere Areale mit mehreren Werkstätten“ zu erschließen. Man sei aber auch offen für freie oder markengebundene Kfz-Betriebe sowie Reifenfachhändler. Auf Franchise-Basis bekämen interessierte Betriebe dann die Möglichkeit, in einem exklusiv zugewiesenen Gebiet eine Reihe von Kfz-Reparaturen und Reifenservices anzubieten.

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Quick-Lane bezeichnet sich selbst als „Schnellreparatur-Spezialist“ und clustert sein Angebot für Wartung und einfach Reparaturen in zwölf Kategorien – von „Kleine Inspektion“, über „TÜV-Prüfungen“ bis hin zu „Wechsel der Bremsflüssigkeit“. Einen Reifenservice wird unter Quick Lane Reifen ebenfalls angeboten.

Über die Kosten eines Franchise-Vertrags will das Unternehmen „in der ersten Vorstellungsphase“ mit dem potenziellen Partner kommunizieren. Verantwortlich für das Netzwerk ist Bärbel Rankl, die zuvor für Euromaster in einer ähnlichen Funktion tätig war.

Die angebotenen Reparatur- und Wartungsleistungen teilt das Konzept in vier Fahrzeugkategorien mit entsprechenden Preiskategorien ein. Zudem wird mit „Komplettpreisen inklusive Material und Arbeitszeit“ geworben. Zu welchen Preisen welche Arbeiten angeboten werden, kann Quick Lane derzeit noch nicht sagen – diesbezügliche Informationen wolle man aber sukzessive auf der Website aktualisieren.

Deutlich konkreter als bei den Vertrags- und Reparaturkosten wird es bei der Größe und Lage einer möglichen Werkstatt. Zwischen 420 und 750 Quadratmeter sollte sie groß sein und eine Deckenhöhe von mindestens 4,5 Meter haben. Zudem mindestens sechs Parkplätze und eine „Front zu einer stark befahrenen Hauptverkehrsstraße“ haben.

Die Teileversorgung der Werkstätten erfolgt nach Unternehmensangaben „über Vertragspartner aus dem Teilegroßhandel.“ Welche das sind, wollte Quick Lane nicht beantworten. Laut dem Inhaber Ford sollen die verwendeten Ersatzteile aber möglichst von Omnikraft sein – der Ford-Ersatzteilmarke für Fremdfabrikate.

Quick Lane wurde 1997 von Ford in den USA ins Leben gerufen und hat nach eigenen Angaben „weltweit rund 1.000 Werkstätten auf Lizenz- und Franchisebasis.“ Laut Ford sei das Werkstattkonzept von ihnen völlig losgelöst und richte sich an Fahrer von Fremdfabrikaten, deren Fahrzeuge älter als fünf Jahre sind und die ohnehin in eine freie Werkstatt fahren würden.

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 Jakob Schreiner

Jakob Schreiner

Redakteur Ressort Service & Technik