Diagnose Hella Gutmann stellt neue Tester-Generation vor

Autor: Steffen Dominsky

Mit dem neuen „Mega Macs X“ wagt der Diagnosespezialist einen großen Schritt in Richtung Zukunft. Werkstätten können erstmals vorhandene Anzeige-/Eingabegeräte nutzen und ihren Tester flexibel und individuell konfigurieren.

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Für den jüngst vorgestellten Mega Macs X betritt Hella Gutmann neue Wege – sowohl bei der Hardware als auch beim Software-Konzept.
Für den jüngst vorgestellten Mega Macs X betritt Hella Gutmann neue Wege – sowohl bei der Hardware als auch beim Software-Konzept.
(Bild: HGS)

Nicht nur Fahrzeuge entwickeln sich von Generation zu Generation weiter und passen sich den veränderten Ansprüchen bezüglich Mobilität, Flexibilität und Konnektivität an. Auch Diagnosegeräte sollten dies tun. Davon jedenfalls ist Hella Gutmann Solutions (HGS) überzeugt. Das Ergebnis dieser Überzeugung präsentiert der Diagnose-Altmeister nun in Form des „Mega Macs X“. Die neue Generation von Diagnosetestern sollen Kunden fast genauso beliebig konfigurieren können wie ein Autofahrer seinen Neuwagen. Werkstätten können dabei unter verschiedenen Funktionsmodulen und Datenarten wählen.

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Vor allem aber können sie wählen, welche Bedienhardware sie dafür einsetzen möchten. Schließlich kommt das für HGS-Verhältnisse revolutionäre Testerkonzept ohne bekannte Anzeige- und Eingabeeinheit daher – dafür aber ein Kabel mit beleuchtetem CARB-Stecker für die OBD-Schnittstelle. Anwender können bereits vorhandene Tablet-PCs, Laptops und sogar Smartphones mit einem der handelsüblichen Betriebssysteme (Windows, Android, Apple IOS, Linux) einsetzen. Auch ein speziell abgestimmtes und robustes Hella-Gutmann-Tablet steht zur Wahl. In dem schlaggeschützten Gehäuse konzentriert sich hingegen die gesamte Intelligenz, also der Prozessor, die Diagnosesoftware und die integrierten Diagnoseprotokolle – darunter CAN FD und DoIP für neue Fahrzeugmodelle.

Konzept neu, Handhabung neu

Diagnosetechnisch unterstützt der Mega Macs X genau diejenigen Funktionen, die der Anwender mithilfe seiner individuellen Konfiguration über die angebotene SDI-Software „X1“ bis „X5“ und Lizenzmodule „X1“ bis „X5“ ausgewählt hat. Wer zunächst mit den Minimalfunktionen Fehlercode lesen/löschen und internetbasierte Diagnose (DoIP) einsteigen möchte, wählt die kleinste Variante. Spätere Upgrades auf „X2“ bis „X5“ sind jederzeit über das neue Online-Serviceportal „Macs 365“ möglich. So bietet die höchste Ausbaustufe „X5“ dieselben bzw. noch umfangreichere Möglichkeiten als der Mega Macs 77 SDI mit geführten Messungen und neuen Funktionen beziehungsweise Datenarten zu Fahrerassistenzsystemen und Lichtsystemen sowie E-Mobilität.

Auch neu ist die praktische Handhabung des jüngsten Mitglieds der Mega-Macs-Familie: Eine integrierte Halterung ermöglicht die Positionierung des X an der Seitenscheibe des Fahrzeugs und soll damit auch an Fahrzeugen mit chrombedampfter Verglasung stets die stabile Wifi-Verbindung zur Anzeige-/Bedieneinheit sichern. Während der Diagnose bestätigt ein grüner LED-Laufbalken auf der Vorder- und Rückseite des Geräts die aktive Fahrzeugkommunikation. Andere Funktionen werden über Beleuchtungsmuster des sogenannten „Swoosh“ signalisiert. Ein umlaufender Kabelkanal und eine Magnetfläche für die Fixierung des CARB-Steckers machen das Diagnosegerät bei Nichtbenutzung zu einer kompakten Einheit, die sich sauber auf der induktiven Ladestation ablegen lässt.

Auch kostentechnisch beschreitet HGS beim Mega Macs X Neuland. So werden für die Hardware einmalig 1.490 Euro fällig – ohne Tablet. Hinzu kommt das jeweilige SDI-Modul für einmalig 1.500 („X3“) bzw. 2.500 („X5“) Euro. Dazu addiert sich, je nach Modul, die entsprechende Lizenz von 0 Euro („X1“) bis 249 Euro („X5“) monatlich. Wichtig: Die Software ist im ersten Jahr kostenlos! Alternativ gibt es ein Leasingangebot. Hier reichen die Kosten z. B. von 209 (X3) bis 309 (X5) Euro im Monat. Außerdem erstreckt sich das Leasing künftig auf nur noch 48 statt 60 Monate.

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Über den Autor

 Steffen Dominsky

Steffen Dominsky

Redakteur »kfz-betrieb«, "Fahrzeug + Karosserie", stellv. Ressortleiter Service & Technik »kfz-betrieb«, Vogel Communications Group