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Bosch Neues Kalibriersystem verbessert

Autor: Steffen Dominsky

Erst kürzlich hat der Werkstattausrüster mit dem DAS 3000 sein neues Kalibriersystem für Fahrerassistenzsysteme vorgestellt. Und schon ergänzt eine Reihe von Verbesserungen die computergesteuerte Vorrichtung.

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Anders als bei anderen Systemen funkioniert das Ausrichten beim DAS 3000 von Bosch – und das gelinge jetzt sogar noch schneller, verspricht der Hersteller.
Anders als bei anderen Systemen funkioniert das Ausrichten beim DAS 3000 von Bosch – und das gelinge jetzt sogar noch schneller, verspricht der Hersteller.
(Bild: Rainer Wengel)

Erst kürzlich hat Bosch im Rahmen der Würzburger Karosserie- und Schadenstage seine neue computergesteuerte Kalibrier- und Justagevorrichtung vorgestellt: das „DAS 3000“. Jetzt schieben die Stuttgarter für ihr Werkzeug für Fahrerassistenzsysteme bereits einige Verbesserungen und Ergänzungen nach. Diese sollen das Konzept noch anwenderfreundlicher und schneller machen. Anwender sollen das DAS 3000 um 30 Prozent rascher ausrichten können.

Die verbesserte grafische Darstellung soll die Anwendung vereinfachen und beschleunigen.
Die verbesserte grafische Darstellung soll die Anwendung vereinfachen und beschleunigen.
(Bild: Bosch)

Verantwortlich hierfür sind unter anderem die neuen Radhalter. Ihr robustes Gestell ist mit einer Buchse für die Anbringung der Referenztafeln und einer Kreislibelle für die exakte Zentrierung am Rad ausgerüstet. Zwei Haltearme fixieren das Gestell sicher. Gleichzeitig sorgt eine Querstange mit verschiebbaren Zylindern für eine gleichmäßige Auflage an der Reifenseitenwand. Die Radhalter sind universell bei Felgengrößen von 14 bis 24 Zoll einsetzbar und erlauben auch bei extremen „Softline“-Felgen eine exakte Positionierung, ohne das Felgenhorn zu beschädigen. Am Fahrwagen des DAS 3000 kann die Werkstatt die Radhalter mit aufgesetzter Referenztafel praktisch aufbewahren.

Intuitive Bedienung dank neuem Graphical User Interface

Auch das neue „Graphical User Interface“ steigert laut Bosch die Anwenderfreundlichkeit und die Messgenauigkeit des Systems. Dazu haben die Entwickler die Menüführung überarbeitet und die Benutzerhinweise und Bildschirmdarstellungen nach neuesten Erkenntnissen an das Nutzerverhalten angepasst. Den Ausrichtprozess haben sie mittels grafischer Animationen optimiert, welche die aktuelle und die Sollposition des DAS 3000 darstellen. Zusätzlich werden Werte wie Distanz, Gierwinkel und Seitenverschiebung digital anschaulich dargestellt. Insbesondere für Zweipunktmessungen bei der Frontkamera-Kalibrierung seien die Abläufe jetzt noch effizienter, verspricht der Anbieter. Zusätzlich ist die Abstandsmessung zum Vorderrad durch die Verwendung der neuen Radhalter verbessert. Letzteres ist vor allem bei Arbeiten mit einer Hebebühne von Vorteil.

Ergänzt wurde das DAS 3000 außerdem um eine Kontaktplatte für die präzise und schnelle Abstandsmessung zur Stoßstange. Sie wird vorne am Kalibriergestell eingehängt. Die Platte mit einer Gesamthöhe von 800 Millimetern ist mit weichen Gummielementen überzogen. So kann der Anwender sie direkt an der Stoßstange oder der Fahrzeugfront positionieren, ohne die Gefahr, das Fahrzeug zu beschädigen.

Konzipiert wurde die Abstandsplatte für die Ausrichtung auf ebenem Boden, sie ist aber auch auf Überflur-Hebebühnen einsetzbar. Vor allem bei Frontkamera-Kalibrierungen an Fahrzeugen der Marken Kia/Hyundai, Toyota, Mazda und Mercedes soll sie zu mehr Effizienz verhelfen. Sehr gut geeignet soll sie überdies für die Kalibrierung des Frontradars von VAG-, BMW- und Nissan-Fahrzeugen sein. Die Stoßstange bildet hier den eindeutigen Bezugspunkt, während fahrzeugspezifische Abstände von verdeckt verbauten Radarsensoren über die Software dargestellt werden.

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Über den Autor

 Steffen Dominsky

Steffen Dominsky

Redakteur »kfz-betrieb«, "Fahrzeug + Karosserie", stellv. Ressortleiter Service & Technik »kfz-betrieb«, Vogel Communications Group