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Desi-Fluider Selbst produziertes Desinfektionsmittel auf Wasserbasis

Autor: Jakob Schreiner

Das Wasser, das aus dem häuslichen Wasserhahn kommt, wird durch die Aufbereitung im Desi-Fluider zum effektiven und günstigen Desinfektionsmittel. Das Mittel kann dabei mittels diverser Zerstäuber und Sprayer bei einer Vielzahl von Anwendungen eingesetzt werden.

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Grundlage des Desinfektionsprinzips ist Wasserstoffperoxid, das verschiedenste Krankheitserreger wie Viren und Bakterien zuverlässig abtötet.
Grundlage des Desinfektionsprinzips ist Wasserstoffperoxid, das verschiedenste Krankheitserreger wie Viren und Bakterien zuverlässig abtötet.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Der Wasseraufbereiter Desi-Fluider macht aus gewöhnlichem Leitungswasser ein ökologisches, schonendes und kostengünstiges Desinfektionsmittel. Das Gerät gehört zur neuen Desi-Produktfamilie der Herrmann Lack-Technik GmbH aus dem bayerischen Pösing und produziert Wasserstoffperoxid, das Viren und Bakterien zu 99,9 Prozent abtöten soll. Binnen einer Stunde soll das Gerät rund neun Liter Desinfektionsmittel herstellen können, das laut Unternehmensangaben zwischen fünf und zehn Cent pro Liter kosten soll.

Mittels eines plasmabasierten Prozesses werden in dem normalen Leitungswasser freie Radikale erzeugt, die das Wasser sterilisieren und eine sterilisierende Wirkung auf Oberflächen erzeugen. So kann ohne Zusatz von Chemikalien eine umweltgerechte Sterilisation erfolgen. Das aufbereitete Wasser soll lebensmittelecht bleiben und somit für Mensch und Tier völlig ungefährlich sein. Der Desi-Fluider ist für etwa 240 Euro brutto erhältlich und Basis für weitere Anwendungen wie die Desinfektion von Fahrzeuginnenräumen.

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Hierfür benötigt der Anwender den sogenannten Desi-Mobile-Jet – einen mobilen Ultraschallzerstäuber, der über den Zigarettenanzünder des Fahrzeugs betrieben werden kann. Der Prozess selbst soll etwa fünf Minuten dauern und ist ohne langwierige Vorbereitungen möglich. Aufgrund des schonenden Desinfektionsmittels seien keinerlei Beschädigungen an den im Innenraum verwendeten Materialien zu erwarten. Für das Gerät ruft der Hersteller einen Preis von knapp 200 Euro brutto auf.

Das selbst produzierte Desinfektionsmittel kann aber auch mittels der elektronischen Sprühflasche Desi-Sprayer (circa 30 Euro) oder jeder herkömmlichen Sprühflasche zur Desinfektion der unterschiedlichsten Oberflächen genutzt werden. Es eignet sich zudem zur Anwendung auf der Haut.

Zur gesamten Produktfamilie gehören auch weitere stationäre wie mobile Zerstäuber, die für eine Reduzierung der Virenlast in der Raumlauft sorgen sollen, sowie ein Spender für die Handdesinfektion oder gleich eine gesamte Station samt Fieberthermometer. Das Desinfektionsprinzip mittels Wasserstoffperoxid kommt bei allen Anwendungen zum Einsatz.

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Über den Autor

 Jakob Schreiner

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Redakteur Ressort Service & Technik