Würzburger Karosserie- und Schadenstage

Stundenverrechnungssätze im Fokus

| Autor: Konrad Wenz

Rund 850 Teilnehmer besuchten das Branchenevent im Jahr 2018.
Rund 850 Teilnehmer besuchten das Branchenevent im Jahr 2018. (Bild: Stefan Bausewein)

Geht es um die Stundenverrechnungssätze der Karosserie- und Lackbetriebe, werden immer wieder die gleichen Themen diskutiert: Darf gekürzt werden? Wie kommen durchschnittliche Verrechnungssätze zustande? Welche rechtliche Relevanz haben die ausgehängten Sätze? Wie wirkt sich eine falsche Kalkulation aus? Antworten auf diese Fragen erhalten die Teilnehmer der Würzburger Karosserie- und Schadenstage am 29./30. März im Vogel Convention Center. Darüber hinaus erwarten die Besucher eine umfangreiche Live-Reparatur eines Strukturschadens, Informationen zu den Veränderungen bei der Innovation Group und deren Auswirkungen auf die Verrechnungssätze sowie eine große Fachausstellung. Veranstalter des Branchen events sind die Fachmedienmarken »Fahrzeug+Karosserie« und »kfz-betrieb« in Kooperation mit autorechtaktuell.de sowie den Sponsoren Adelta Finanz, Automechanika, Carbon, DAT, Dekra und Nexa Autocolor.

Verdient der Betrieb noch Geld?

Versicherungen und Schadensteuerer heben die vereinbarten Stundenverrechnungsätze in der Regel nur marginal an und versuchen zudem, diese Sätze auch im Haftpflichtfall anzuwenden, bzw. ortsübliche Verrechnungssätze anzusetzen. Reparaturbetrieben reicht das oft nicht – sie müssen Geld verdienen. Denn nur so können sie ihre Mitarbeiter vernünftig entlohnen und in Equipment zur fachgerechten Unfallreparatur investieren. Stefan Höslinger von Hepp Unternehmensimpulse eröffnet am Freitag mit dem Thema Betriebsleistungseffizienz den Vortragsreigen. In seiner betriebs- und marktwirtschaftlichen Betrachtung wird er auf die Frage eingehen, ob ein Betrieb mit den Lohnerlösen seinen Aufwand decken kann oder nicht. Dafür liefert Höslinger eine Bestandsaufnahme, wie sich die Kosten in den Betrieben gegenüber den Stundenverrechnungssätzen entwickelt haben. Zudem betrachtet er die unterschiedlichen Stundenverrechnungssätze im freien Haftpflichtschaden gegenüber dem gesteuerten Unfallschaden. Und er wird auf die Kostentreiber Technologie und Personal eingehen. Aus diesen Überlegungen heraus erklärt der Münsteraner Unternehmensberater anhand einer Simulation, was ein betriebsnotwendiger Verrechnungssatz bei hoher Investitions- und Entwicklungsgeschwindigkeit ist.

Darüber hinaus erklärt Rechtsanwalt Jochen Pamer, Geschäftsführer von Autorechtaktuell.de, welche rechtliche Bedeutung die betrieblichen Stundenverrechnungssätze haben. Moderator Elmar Fuchs, Geschäftsführer Autorechtaktuell.de, beleuchtet anschließend die Rechnungskürzungen in Bezug auf den Stundenverrechnungssatz. Zudem geht Dr. Oliver Klein, Richter im VI. Zivilsenat des BGH, auf die höchstrichterliche Rechtsprechung bezüglich Verkehrsunfallschäden unter Berücksichtigung des Stundenverrechnungssatzes ein.

Wieder Live-Reparaturen in Würzburg

Die Teilnehmer der Veranstaltung erleben mittels einer Live-Reparatur eines Strukturschadens, in welches Know-how und Equipment der Betrieb sinnigerweise investieren sollte. Die Besonderheit hierbei: Die Live-Reparatur werden Azubis durchführen, die vom Kooperationspartner Celette im Produktionswerk in Frankreich geschult wurden. Celette wird für die Reparatur eine komplette Werkstatt in Würzburg einrichten und zusätzlich Workshops zum Thema elektronisches Vermessen durchführen. Auch in diesem Jahr rundet eine große Fachausstellung mit über 70 Ausstellern aus der K&L-Branche die Veranstaltung ab. Mehr Informationen zum Branchenevent sowie die Anmeldung finden Sie unter www.karosserie-schadenstage.de.

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