Gebrauchtwagen-Check

Thermografie-Scanner: Ergebnis nach fünf bis sieben Minuten

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Apropos Ergebnis: Mit dem alleinigen Scannen ist die Arbeit nicht getan. Das Ergebnis muss interpretiert werden, vor allem bei historischen Fahrzeugen und gegenüber Endverbrauchern, was keine einfache Aufgabe ist.

Besitzer von überarbeiteten Oldtimern werden mithilfe des Thermografie-Scanners herausfinden wollen, wie gut der beauftragte Handwerksbetrieb gearbeitet hat, und haben hierzu ein bestimmtes Bild vor Augen: ein gleichmäßiges, keine Auffälligkeiten zeigendes Scanergebnis. Doch so einfach ist das nicht. Denn Restauratoren, die ihre Berufsbezeichnung und Aufgabe ernst nehmen, arbeiten partiell, was ein gleichmäßiges Scanergebnis ausschließt. Schlecht oder gar nicht interpretiert, kann das vom Fahrzeugbesitzer falsch verstanden werden – mit Folgen bis vor Gericht.

Falsch verstanden werden kann auch das Scanergebnis eines bislang nicht überarbeiteten Oldtimers, denn Oldtimer und Oldtimer ist nicht dasselbe. Gemeint sind die differierenden Fertigungsverfahren der damaligen Neuwagen: einerseits handwerklich, in vielen Fällen aber bereits industriell, also in Großserie. Obwohl unbearbeitet, wird ein Rolls-Royce Corniche deshalb ein gänzlich anderes Scanergebnis erhalten als ein Toyota Celica. Von innerhalb des Werks erfolgten Ausbesserungen ganz zu schweigen.

Katalog mit erklärten Beispieldarstellungen soll folgen

Von der Redaktion »Fahrzeug+Karosserie« auf einen möglichen Katalog mit erklärten Beispieldarstellungen angesprochen, stimmte Thetascan-Inhaber Volker Carl diesem Vorschlag nicht nur zu, sondern kündigte einen solchen Katalog auch an. Allerdings ohne einen konkreten Veröffentlichungstermin zu nennen.

Ein bislang wenig beachteter Aspekt wurde während der Präsentation des Thermografie-Scanners in Frankfurt deutlich: die Beurteilung von Kunststoffteilen. Bislang scheitert diese am Fehlen werkstatttauglicher Messgeräte, die Schichtdicken auf Kunststoffteilen erfassen können. Das gelingt dem Scanner zwar auch nicht, jedoch zeigt das Scanergebnis, ob und wie an diesen Teilen gearbeitet wurde. Auf einem Scan in der Bildergalerie ist das typische Kreuzmuster einer Handlackierung gut zu erkennen.

Der weltweite Vertrieb des Thermografie-Scanners erfolgt über ein slowenisches Partnerunternehmen. Einzige Ausnahme ist Deutschland, wo Thetascan selbst vertreibt. Kontakt: Daniel Bilek, bilek@thetascan.de.

Interessierte Betriebe sollten einen mindestens fünf mal sechs Meter großen und vier Meter hohen Bereich reservieren. Um auch besonders lange oder hohe Fahrzeuge scannen zu können, muss dieser Bereich entsprechend größer sein. Die Bilder zeigen einen auf vier Säulen ruhenden Scanner. Eine zweite Möglichkeit ist die Befestigung an der Decke.

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