Schadensteuerung Zahl verkaufter Stunden 2020 drastisch eingebrochen
Deutliche Einbußen für freie K&L-Betriebe in der Schadensteuerung: Die Kostenstudie des Bundesverbands der Partnerwerkstätten (BVdP) für 2020 zeigt eine Reihe von negativen Trends für die wirtschaftliche Situation.
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Ob verkaufte Stunden oder Betriebsleistungseffizienz – über die vergangenen Jahre sah es nach einer allmählichen Verbesserung der wirtschaftliche Rahmenbedingungen für K&L-Betriebe im gesteuerten Unfallschadengeschäft aus. Doch erste Auswertungen der diesjährigen Kostenstudie des Bundesverbands der Partnerwerkstätten bescheinigen diesem positiven Trend für 2020 ein jähes Ende.
Die jährlich durchgeführte Studie des BVdP dokumentiert beispielsweise über die vergangenen Jahre, dass es den Betrieben gelang, die Zahl der verkauften Stunden kontinuierlich zu steigern. Doch im vergangenen Jahr brach die Zahl auf ein mit 2015 vergleichbares Niveau ein. Gleichzeitig seien die Kosten pro verkaufte Stunde für die Partnerbetriebe weiter gestiegen, so der Verband.
Fast 90 Prozent der Werkstätten verdienen nicht an ihren handwerklichen Leistungen
Ein weiteres vorläufiges Ergebnis der Studie: Der Anteil an Betrieben mit einer Betriebsleistungseffizienz von über 100 Prozent ist im Vergleich zu den Vorjahren zurückgegangen. Lediglich knapp 12 Prozent der Werkstätten verdienen der Studie zufolge an ihren handwerklichen Leistungen. Das bedeutet ein Minus von 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Auch wenn die Auswirkungen der Coronakrise zweifelsohne für diese Entwicklungen mitverantwortlich sind: Für den Verband ist diese Entwicklung ein Beleg dafür, dass der Großteil der Werkstätten seine betrieblichen Kosten nicht durch Lohnarbeit deckt. Die Pandemie sei dabei nicht die Ursache für diese Situation, sondern lediglich der Brandbeschleuniger. Ein Effekt, der durch die aktuelle Reduzierung von Teilemargen weiter an Brisanz gewinne.
Um den aktuellen kostenseitigen Negativtrends entgegenzuwirken, sieht es der BVdP als notwendig an, dass die Stundenverrechnungssätze der Partnerwerkstätten in solch einem Maß angehoben werden, dass die Betriebe weiterhin qualitativ hochwertig arbeiten und investitionsfähig bleiben.
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