Suchen

Corona-Aufwandspauschale BVdP fordert Zahlungen wieder aufzunehmen

Autor: Dr. Holger Schweitzer

Zahlreiche Versicherer und Schadensteuer zahlen keine Aufwandspauschalen für Desinfektionsarbeiten mehr. Der Bundesverband der Partnerwerkstätten (BVdP) fordert, dies angesichts der aktuellen Entwicklung zu ändern.

Firmen zum Thema

(Bild: ZKF)

Um das Risiko einer Covid-19-Infektion zu reduzieren, gelten seit Beginn der Corona-Pandemie strenge Hygieneregeln – sowohl privat als auch im gewerblichen Kontext. Kfz-Werkstätten müssen Kontakte reduzieren und die vom Robert-Koch-Institut (RKI) empfohlenen Maßnahmen umsetzen. Das gilt nicht nur für die Servicebereiche der Betriebe, sondern auch für die Innenräume der Kundenfahrzeuge; diese sind zu desinfizieren.

Für die Kosten, die den Werkstätten hierdurch entstehen, zahlten Versicherer und Schadensteuerer zunächst Aufwandspauschalen. Diese Praxis wurde vielerorts nun seit September beendet, informiert der Bundesverbands der Partnerwerkstätten (BVdP). Der Bundesverband kritisiert diesen Schritt, da er nicht mit den aktuell steigenden Infektionszahlen zu vereinbaren sei, und fordert eine unverzügliche Wiederaufnahme der Zahlungen bis zum Ende des Pandemiegeschehens.

Der BVdP weist zudem auf dieaktuelle Studie des Allianz Zentrums für Technik (AZT) und der Interessengemeinschaft Fahrzeuglackierung (IFL) hin. Sie belege den Umfang des Mehraufwands und dessen Kosten für K&L-Werkstätten.

Berechnungsbasis ist unzureichend

Wie BVdP-Geschäftsführer Michael Pinto erklärt, würden Versicherer und Schadensteuerer zwar seit Ende Oktober erste Zeichen aussenden, zur Zahlung einer Pauschale zurückzukehren. Die Höhe sei jedoch noch nicht ausreichend. Als Beispiel nennt Pinto, dass etwa der Hol- und Bringservice zugrunde gelegt werde, um eine Pauschale gewährt zu bekommen. Allerdings müsse das Kundenfahrzeug unabhängig davon, wie es in die Werkstatt gelange, desinfiziert werden, argumentiert der Geschäftsführer.

Pinto rät, auf Website des RKI nachzulesen, was beachtet werden müsse. Unter den „Hinweisen zu Reinigung und Desinfektion von Oberflächen außerhalb von Gesundheitseinrichtungen im Zusammenhang mit der COVID‐19-Pandemie“ sei zu erfahren, dass das Virus auf kontaminierten Oberflächen bis zu sechs Tagen infektiös bleibe und dass sich dieser Zeitraum bei kalten Temperaturen verlängern könne.

(ID:46970788)

Über den Autor

Dr. Holger Schweitzer

Dr. Holger Schweitzer

Redakteur, Ressort Technik, Vogel Communications Group GmbH & Co. KG