Suchen

Onlineforum Werkstattrecht Der rechtssichere Werkvertrag

| Redakteur: Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Der Werkvertrag sowie die Einbeziehung der AGB in den Auftrag standen im Fokus des ersten Onlineforums Werkstattrecht, dass die »Fahrzeug+Karosserie« in Zusammenarbeit mit dem ZKF Anfang Mai durchführte. Versierte Rechtsanwälte zeigten, worauf Werkstätten achten müssen.

Firmen zum Thema

(Bild: VCG )

Über 70 Teilnehmer begrüßte »Fahrzeug+Karosserie«-Chefredakteur Konrad Wenz Anfang Mai virtuell zum ersten Onlineforum Werkstattrecht. ZKF-Präsident Peter Börner begrüßte die Teilnehmer seitens des ZKF und machte auf die vielen Dinge aufmerksam, die gerade in der Schadensteuerung falsch laufen. Dabei ging er insbesondere darauf ein, dass Versicherer nicht immer alles bezahlen würden, was der Betrieb auf die Rechnung schreibt. Wenn dies so sei, müsse man die Frage stellen, wie der Betrieb dann mit den nicht bezahlten Positionen umgehe, beispielsweise könne er sich das Geld ja direkt vom Fahrzeugbesitzer holen, oder diese Arbeiten künftig nicht mehr ausführen. Börner empfahl den Werkstätten, die Werkstattaufträge auf die AKB der Versicherer abzustellen – nach dem Motto wir arbeiten streng nach den AKB der Versicherung. In diesem Zusammenhang zitierte er die AKB der Allianz: „Wird das Fahrzeug durch einen Unfall beschädigt, zahlen wir für die Reparatur die erforderlichen Kosten, wenn das Fahrzeug vollständig und fachgerecht repariert wird. „Das ist eine gute Voraussetzung. Denn was vollständig ist, entscheidet die Werkstatt, was fachgerecht ist sagt entweder der Berufsverband ZKF oder der Hersteller“, resümierte Börner.

Der Fachanwalt Matthias Nickel machte zu Beginn seines ersten Vortrags darauf aufmerksam, dass Werkstätten sowohl im Kasko- als auch im Haftpflichtfall mehr mit einer Versicherung kommunizieren als mit ihrem Auftraggeber, dem Kunden. Dabei bestehe zwischen Versicherung und Werkstatt in der Regel gar kein Vertrag.

In diesem Zusammenhang erklärte Nickel, dass es durchaus berechtigte Fälle gebe, bei denen der Versicherer die Zahlung verweigere. Beispiele dafür seien:

  • Den Geschädigten trifft ein Mitverschulden am Unfall
  • Die Unfallverursachung ist streitig
  • Ein Vorschaden liegt vor und wurde evtl. sogar arglistig verschwiegen
  • Die Voraussetzungen der 130-Prozent-Rechtsprechung liegen nicht vor

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 46580299)