Bott Spezialeinbau macht aus Crafter eine mobile Corona-Teststation

Autor: Dr. Holger Schweitzer

Individuelle Fahrzeugeinrichtung in außergewöhnlichen Zeiten: Bott, Spezialist für Fahrzeugeinbauten, verwandelt einen VW Crafter in eine mobile Corona-Teststation.

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Ein VW Crafter als mobile Corona-Teststation: Der Einbauspezialist Bott richtete den Transporter nach den Anforderungen des medizinischen Personals ein.
Ein VW Crafter als mobile Corona-Teststation: Der Einbauspezialist Bott richtete den Transporter nach den Anforderungen des medizinischen Personals ein.
(Bild: Bott)

Corona-Teststation statt Handwerkerfahrzeug: Aus dem Sortiment der Firma Bott, eines Spezialisten für Fahrzeugeinbauten, bedienen sich meist Handwerker. Diese wollen das Equipment ihrer Werkstatt für den mobilen Einsatz ordentlich aufgeräumt und sicher verstaut transportieren. Dass die Einbaukonzepte des Herstellers auch anderweitig nützlich sein können, zeigt ein zu einer mobilen Corona-Teststation umgebauter Crafter von Volkswagen.

Damit lassen sich laut dem Unternehmen in Gaildorf südlich von Schwäbisch Hall Abstriche an lokalen Hotspots wie Kindergärten und Altenheimen durchführen und sicher zum Labor transportieren. Bestellt und konfiguriert wurde das Fahrzeug von Dr. Simone Brunner, Fachärztin für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie sowie Fachärztin für Laboratoriumsmedizin in Baden-Württemberg, und zwar im Autohaus Graf Hardenberg in Konstanz. Die Medizinerin wollte eine schnell einsetzbare mobile Teststation, um Abstriche auch außerhalb einer Arztpraxis durchführen zu können und nicht zuletzt an Orten, wo akuter Bedarf besteht.

Um den Anforderungen der Fachärztin gerecht zu werden, stattete die Firma Bott den Crafter mit einer individuell angefertigten Vario-3-Einrichtung aus. Zu deren Merkmalen gehört neben einer Klimaanlage eine stabile Stromversorgung für Computer, Drucker und Beleuchtung. Der Crafter verfügt ferner über WLAN für mobilen Internetzugang sowie einen Wechselrichter und eine zusätzliche Außeneinspeisung.

Sicheres Umfeld für Personal und Testpersonen

Für die erforderliche Hygiene sorgen ein Waschbecken mit Warmwasser sowie desinfizierendes UVC-Licht im Arbeitsbereich. In Kühlboxen können bis zu 500 Proben von Testpersonen zwischengelagert werden. Die Testsets und anderes Equipment liegen in Regalen bereit. Computer, Drucker und Kartenleser stehen auf einem Schreibtisch.

Eine außen am Fahrzeug angebrachte Markise dient als Wetterschutz. Testpersonen erhalten ihre Unterlagen über ein kleines Fenster auf der einen Fahrzeugseite. Der Abstrich erfolgt auf der anderen Seite ebenfalls durch ein Fenster. Die entnommenen Proben werden in der Kühlbox aufbewahrt und später in das zuständige stationäre Labor gebracht.

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Redakteur, Ressort Technik, Vogel Communications Group GmbH & Co. KG