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Oldtimerkongress Umfangreiche Infos fürs Classic Business

| Autor/ Redakteur: Steffen Dominsky / Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Die Fachzeitschrift »Fahrzeug+Karosserie« rief die Oldtimerbranche gemeinsam mit den Verbänden BVSK, ZKF und ZDK in Würzburg zusammen. Sachverständige, Karosseriebauer, Lackierer und Restaurierer trafen auf spannende und informative Themen: von rechtlichen Stolperfallen über fundierte Entlackungs-, Entrostungs- und Konservierungstipps bis hin zu neuen Perspektiven bei der Aus- und Weiterbildung.

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(Bild: Stefan Bausewein)

Im Gegensatz zum bekannten Sprichwort „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“ startete der diesjährige Oldtimerkongress „Classic Business“ genau anders herum. Veranstalter desselben war das Dreigestirn der Verbände BVSK, ZKF und ZDK in Zusammenarbeit mit Autorechtaktuell.de, Eurogarant Auto Service AG und der Vogel Communications Group, die als Ausrichter der Branchenveranstaltung fungierte. Los ging’s am Freitag, 28. Juni, mit einer gemeinsamen Ausfahrt, zu der die Redaktion der Fachmedienmarke »Fahrzeug+Karosserie« geladen hatte. Mehr als 30 Young- und Oldtimer folgten dem Aufruf und beteiligten sich an der gut 125 Kilometer langen Tour in Form einer Schnitzeljagd für Klassiker durchs schöne Mainfranken.

Peter Schneider, Präsident des Oldtimerbundesverband Deuvet eröffnete während der Abendveranstaltung im Anschluss an die Ausfahrt den Vortragsreigen mit seinen Ausführungen zum Thema „Oldtimer und Politik“. Interessantes Detail, über das dieser neben diversen Anekdoten aus seiner langjährigen (verbands-)politischen Arbeit in dem Zusammenhang berichtete: Auch wenn man Verkehrsminister Andreas Scheuer einen latenten Hang zur Automobilindustrie nachsagt und damit zu modernen Autos, so ist der Berliner Ressortchef aus Niederbayern privat selbst auch Altauto-, also Oldtimerfan.

Oldtimerkongress „Classic Business“ 2019

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Der zweite Kongresstag stand dann ganz im Zeichen der spannenden und abwechslungsreichen Fachvorträge. So griff Elmar Fuchs, BVSK-Geschäftsführer und Rechtsanwalt, das heiße Eisen „Kurzbewertung“ auf und zeigte anhand anschaulicher wie nachdenklich machender Beispiele auf, welches Risiko die beliebte Gutachtenform sowohl für den Oldiebesitzer, vor allem aber für den Gutachter birgt.

Richtig technisch wurde es dann mit Alexander Schwan. Der Gründer und Inhaber von „Carblast“ zeigte die gesamte Bandbreite von Methoden auf, mit denen man klassische Karosserien von Lack, Spachtel und vor allem auch Rost befreit – und sie idealerweise mithilfe des KTL-Verfahrens vor einen Wiederaufbau vorbereitet.

Neue Qualifikation „Restauratoren des Handwerks“

Passend an Schwans Vortrag schloss sich der von Thomas Geis an. Der „Mr. Oldtimer“ der Fahrzeugakademie Schweinfurt berichtete über seine Erfahrungen mit Konservierungsmitteln wie Fetten und Wachsen, die er im Laufe unzähliger Langzeitversuche, unter anderem mit einer bekannten Oldtimerzeitschrift über viele Jahre hinweg gesammelt hat.

Ganz kaufmännisch wurde es dann mit Gerd Heinemann. Der Geschäftsführer der Beratungsgesellschaft BBE Automotive versuchte unter anderem, anhand der dezidierten Analyse von Zulassungszahlen und Verkaufsangeboten die Frage zu beantworten: „Ist die Oldtimerhype vorbei?“ Seine Antwort war eindeutig: „Nein!“

„Griffiges“ aus seiner Praxis als Gutachter und Sachverständiger präsentierte André Reichelt. „Altes Blech zwischen Rennsteig und Rhön – Oldtimer in Thüringen“, so der Titel seines Vortrags, der gerade für Wessis jede Menge Interessantes und Neues aus vielen Jahrzehnten zwei- und vierrädriger Automobilgeschichte bot.

Genauso handfeste Informationen für die Teilnehmer des Oldtimerkongress hatte Andrea Zeus vom Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) mitgebracht. So befindet sich zum Beispiel der „Oldtimer-Restaurator“ auf dem besten Weg, als weiteres Gewerk in den Reigen der „Restauratoren des Handwerks“ aufgenommen zu werden. Mit dieser Zusatzausbildung samt entsprechender Prüfung können sich Kfz-Meister im Bereich „altes Blech“ als wahre Experten ihres Fachs qualifizieren.

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